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Ohrid


Ohrid

Flughafen Ohrid http://ohd.airports.com.mk/default.aspx?ItemID=345

Airport – Ohrid Centar: 500 Den. (8€)
Airport – St. Naum: 1.500 Den. (25 €)

Kirchen

  • Sophienkirche (Crkva Sveta Sofija) - Auf den Fundamenten einer frühchristlichen Kirche wurde im 11. Jahrhundert unter dem griechischen Erzbischof Leo (1036–56) eine dreischiffige Kathedrale mit drei Apsiden, einer mächtigen Kuppel über dem Mittelteil und einem Glockenturm vor der Westfassade errichtet. 1317 ließ Erzbischof Grigorije das Gebäude um einen großen, zweigeschossigen Exonarthex mit Vorhalle, zwei weiteren Kuppeln und Galerien im Obergeschoss erweitern. Die Türken gestalteten die Kirche in eine Moschee um, wobei Glockenturm, Zentralkuppel und Innengalerien zerstört wurden. Sie fügten den noch heute bestehenden Minbar ein und übertünchten die Fresken, was diese – ungewollt – über die Jahrhunderte rettete. Diese wurden erst in den Fünfzigerjahren des letzten Jahrhunderts freigelegt und zählen zu den großartigsten Leistungen der europäischen Kunstgeschichte. Die ältesten Malereien aus dem 11. Jahrhundert sind nur noch im Altarraum und Narthex vollständig erhalten. Im Gewölbe des Altarraums findet sich die monumentale Himmelfahrt Christi: Christus wird von vier Engeln gen Himmel getragen, während die Apostel und Maria auf der Erde zurückbleiben; darunter ein mit betenden Engeln geschmückter Fries. In der Apsiskonche ist frontal die Thronende Muttergottes mit Kind dargestellt. Auch die Darstellungen des Opfer Abrahams, der Vierzig Märtyrer von Sebaste auf dem zugefrorenen See und die Porträts der Slawenapostel Kyrill und Method im Narthex sind unter den bedeutenden Werken. Die Fresken des Narthex-Obergeschosses und des Exonarthex' stammen aus dem 14. Jahrhundert. Sie erzählen mit vielen malerischen Einzelheiten eine Fülle verschiedener Themen, auch aus dem Alten Testament. Mehrere Signaturen (z. B. im Schwert des Erzengels im Bild Reue Davids) weisen auf den Meister Johannes Theorianos hin.
  • Klementskirche (Sveti Kliment) - Im Jahr 1295 stifteten der byzantinische Feldherr Progon Sguros und seine Gemahlin Eudokia, die Tochter des Kaisers Andronikos II., eine Kirche, die zunächst der Gottesmutter Peribleptos (Periblèptos Περιβλὲπτος = hochangesehen) geweiht war. Erst als später die Reliquien des Heiligen Kliments überführt worden waren, erhielt die Kirche, die wegen der Umwandlung der Sophienkirche in eine Moschee jetzt erzbischöfliche Hauptkirche war, den Namen Sveti Kliment. Der byzantinische Ziegelsteinbau auf dem Grundriss des „eingeschriebenen Kreuzes“ ist mit einer oktogonalen Kuppel und einer gestuften Altarapsis versehen. Im 14. Jahrhundert wurden zu beiden Seiten des Altarraums zwei Nebenkirchen angefügt. Die an mehreren Stellen signierten Fresken sind die frühesten Werke der beiden Maler Michael (Michailo) und Eutychios (Eutihije), dennoch sind sie mit klarer Linienführung und einheitlicher Farbgebung meisterhaft komponiert. Auffallend sind die jugendlichen, athletischen Gestalten selbst der alten Kirchenväter, die Lebenskraft und Heldenmut ausstrahlen. Die Fresken von Sveti Kliment stehen am Beginn einer neuen Epoche byzantinischer Wandmalereien. Nach der eleganten Monumentalmalerei des 13. Jahrhunderts, wie sie am Hof der Komnenen gepflegt wurde, leiten sie nun über zur Malerei der sogenannten Palaiologischen Renaissance, bei der auf allen Wänden eine ungeheure Figurenfülle dargestellt wird. Unter anderem sind hervorzuheben eine Kreuzigung, die Beweinung Christi und ein ganzfiguriger Heiliger Kliment. Im Exonarthex ist eine der größten und kostbarsten mittelalterlichen Ikonensammlung untergebracht. Sie bietet einen Überblick über verschiedene byzantinische Stilepochen zwischen dem 11. und 14. Jahrhundert.
  • Die Kirche des Heiligen Johannes von Kaneo (Sveti Jovan Kaneo) aus dem 13. Jahrhundert steht am Seeufer auf einem Vorsprung über dem ehemaligen Fischerdorf Kaneo. In Altarraum und Kuppel gibt es Reste von Fresken des 14. Jahrhunderts, eine Ersterwähnung erfolgte 1447. Nach mehrfacher osmanischer Zerstörung wurde die Kirche im 17. Jahrhundert aufgegeben, aber gegen Ende des 19. Jahrhunderts von den örtlichen Bulgaren wieder restauriert.
  • Sveti Konstantin i Elena (unweit Sveti Kliment) ist ein einschiffiger Bau mit Querschiff und südlich angebauter Nebenkirche, der wahrscheinlich im 14. Jahrhundert errichtet wurde. Stifter war laut Inschrift der Priestermönch Parthenius, der auf der Südwand mit einem Kirchenmodell abgebildet ist.
  • Sveti Nikola Bolnički ist eine aus Bruchsteinen erbaute Kirche aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts mit Fresken aus dieser Zeit, darunter die Porträts des Zaren Dušan und des Ohrider Erzbischofs Nikola. Die Kirche enthält auch eine wertvolle Ikone des Heiligen Naum aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts.
  • Sveti Bogorodica Bolnička ist eine im späten 14. Jahrhundert errichtete, dreischiffige Kirche, die im 16. Jahrhundert um ein Querschiff erweitert wurde. Im Inneren sind Fresken aus dem 14., 16. und 19. Jahrhundert und eine geschnitzte Ikonostase von Karadžović.
  • Sveti Nikola Gerakomija steht in der Nähe der Sophienkirche und beherbergt neben Wandschmuck und Ikonen seit 1952 die Überreste des Heiligen Kliment.
  • Sveti Dimitrije ist eine im 14. Jahrhundert erbaute kleine Kirche, die bei Sveti Kliment steht und beachtenswerte Fresken enthält.
  • Sveti Vrači Mali ist ein einschiffiges Kirchlein. Im Inneren sind einige Reste hervorragender Fresken und die älteste erhaltene Ikonostase (beides aus dem 14. Jahrhundert) zu sehen.
  • Sveti Pantelejmon, die ehemalige Klosteranlage des Heiligen Kliment befindet sich in der Gegend von Plaošnik (maz. Плаошник). Sie war ein mittelalterliches Kloster, das im Auftrag des bulgarischen Zaren Boris I. vom Gelehrten Kliment von Ohrid erbaut wurde. Nach der Vita des Heiligen Kliment wurden die Bauarbeiten 886 begonnen. Die Anlage war das Zentrum der Schule von Ohrid und wahrscheinlich wurden dort die Kleriker der bulgarischen Kirche ausgebildet. Kliment wurde in einer der Klosterkirchen beigesetzt. Das Kloster mit seinen Kirchen wurde mehrmals umgebaut. Nachdem die Sophienkirche im 14. Jahrhundert in eine Sultansmoschee umgewandelt worden war, wurde das Kloster beziehungsweise die Grabkirche des Heiligen Kliment Sitz der Erzbischöfe von Ohrid. 1453 ließ der osmanische Sultan Mehmed I. den Erzbischof mit dem Klerus nach Elbasan deportieren und das Kloster mit den Kirchen zerstören. An seine Stelle wurde die Sultan-Mehmed-Moschee (auch Imaret-Moschee) errichtet. Auf dem Areal des ehemaligen Klosters fanden 1943, 1965 und 2007 archäologische Ausgrabungen statt. Als Projekt des mazedonischen Staates wurde die ehemalige Grabeskirche nach dem Vorbild anderer Bauten der Region ab 2000 neu errichtet. Die neu erbaute Klosterkirche trägt den Namen St. Kliment und Panteleon.
  • Im Süden der Stadt befindet sich die einzige katholische Kirche der Region.

Umgebung

  • Sveti Erazmo - Etwa fünf Kilometer nordwestlich der Stadt befindet sich an einer Felswand die Kirche des Heiligen Erasmus (mazedonisch Свети Еразмо). Sie wurde wohl erstmals im 6. Jahrhundert als frühchristliche Basilika erbaut. Bei archäologischen Arbeiten wurde eine Nekropole gefunden, von der 124 Gräber aus der Zeit zwischen dem 6. und dem 12. Jahrhundert stammen. Die Kirche war ursprünglich zum größten Teil mit Fresken ausgemalt, von denen nur wenige heute noch erhalten sind, z. B. die Gestalt eines byzantinischen Herrschers.
  • Sveti Naum - Das Kloster Sveti Naum und seine gleichnamige Klosterkirche zählt zu den bedeutendsten historischen Denkmälern der Region. Sie befinden sich ca. 30 Kilometer südlich der Stadt am Südende des Ohridsees an der albanischen Grenze.[51] Das Kloster wurde zwischen 893 und 900 von dem Gelehrten Naum unter dem Namen Archangel erbaut. Nach seinem Tod im Jahr 910 wurde das Kloster umbenannt und ihm gewidmet. Naum liegt im Kloster begraben. 1870 zerstörte ein Feuer das Kloster bis auf die Klosterkirche. Die heutige Anlage wurde in der darauffolgenden Zeit errichtet. Nach der Eroberung der Region durch Serbien 1912 wurde in der Nähe des Klosters eine Residenz des serbischen Königs und die Kirche des heiligen Ivan Vladimir gebaut.
  • Sveti Zaum - Die Kirche der Heiligen Muttergottes von Zaum (Sveti Bogorodica Zahumska) befindet sich ca. 26 Kilometer südlich von Ohrid. Sie liegt nahe dem Galičica-Gebirge am Ufer des Ohridsees in der Nähe des Fischerdorfes Trpejca. Sie ist unterhalb eines Hügels errichtet, der sich bis zur Seeküste hinabsenkt. Das Ufer ist zu Fuß kaum erreichbar. Der Bau der Kirche wurde vom Zimmermann Grgur und die Fresken vom Bischof Gregorius, einem der einflussreichsten Würdenträger des Ohrider Erzbistums Ende des 14. Jahrhunderts gestiftet. Sie stellt eine typische Kreuzkuppelkirche dar, ähnlich den Kirchen des Hl. Kliment von Ohrid und des Hl. Johannes von Kaneo. Die Vorhalle an der Westseite, der Seeseite, ist eingestürzt. Zaum hat eine akzentuierte Vertikale, was der Kirche ein sehr elegantes Aussehen gibt. Diese Vertikale und die Schmächtigkeit sind die Grundmerkmale der Architektur dieses Denkmals. Dadurch unterscheidet sich diese Kirche im Wesentlichen von anderen Baudenkmälern ihrer Zeit. Die Kirche ist unter Kunsthistorikern wegen ihrer byzantinischen Fresken bekannt, welche die Zerstörungen in der osmanischen Zeit überdauerten. Darunter ist die stillende Gottesmutter zu nennen, eine Besonderheit der byzantinischen Malerei.

Moscheen

  • Die Ali-Pascha-Moschee wurde 1573 gebaut. Sie ist heute das größte islamische Gotteshaus der Stadt und wurde 1823 erneuert. Sie besaß einst zwei Minarette. Die flache Hauptkuppel wird von drei kleineren Kuppeln, die einen Vorbau bedecken, flankiert. Im Hof befindet sich eine hölzerne Brunnenanlage. Die Moschee wurde in den 2000er Jahren restauriert.
  • Die Zeynel-Abidin-Pascha-Moschee oder Tekke-Moschee ist 1564 erbaut worden. 1590 fügte Mohammed Hadschi Hayati, ein persischer Derwisch und Mitglied des Sufi-Ordens der Halveti, eine Tekke hinzu. Für den Stifter wurde 1720 eine Türbe gebaut. 2012 wurde der gesamte Gebäudekomplex restauriert.
  • Die Hadschi-Durgut-Moschee oder Kreuz-Moschee wurde 1466 an der alten Straße nach Bitola errichtet und liegt heute an der nördlichen Ecke der Straßen 7-mi Noemvri und Marko Nestoroski. Sie besitzt ein 15 Meter hohes Minarett ohne Halbmond und Stern an der Spitze. Das Hauptgebäude hat eine viereckige Basis und eine achteckige Kuppel. Sie ist die älteste Moschee der Stadt.
  • Die Haydar-Pascha-Moschee wurde 1490 am Ortseingang der Stadt im nordwestlichen Viertel Voska an der alten Straße nach Struga errichtet. Das rechteckige Gebäude wird an der Straße von einer Türbe flankiert. Das Minarett steht in der Ecke der beiden Bauten und ist 14 Meter hoch. Im Hof stehen zudem noch einige jahrhundertealte Gräber.
  • Die Kuloğlu-Moschee wurde im 15. oder 16. Jahrhundert erbaut und steht an der westlichen Ecke der Straßen Goce Delčev und Hadži Mustafa im Quartier Voska. Das achteckige Hauptgebäude bietet im Betsaal für rund 80 Gläubige Platz und besitzt eine Empore. Westlich davon steht ein neuerer kleiner Vorbau mit Portikus. Zwischen beiden Teilen steht auf der Straßenseite das 14 Meter hohe Minarett.
  • Die Gurci-Bey-Moschee ist ein kleiner Bau aus osmanischer Zeit und liegt nahe dem Stadtstrande am Ende der Straße Bistrica. Der Hof vor der Moschee ist mit Rosen, einer neueren hölzernen Brunnenanlagen und anderen Pflanzen geschmückt. Das Minarett ist nur zwei Meter hoch.
  • Die Emin-Mahmud-Moschee wurde im 15. oder 16. Jahrhundert erbaut und steht vor dem Stadtteil Košišta an der Straße nach Struga. Neben einem achteckigen Betsaal besitzt sie ein Minarett. Es gibt einen kleinen Brunnen.
  • Die Hadschi-Hamzah-Moschee ist ein kleines Gebäude am Anfang der abendlichen Flaniermeile Korzo. Sie steht direkt an der Straße am Hang des Hügels Deboj. Sie ist über eine 13-stufige Treppe erreichbar und hat ein acht Meter hohes weißes Minarett.
  • Etwas weiter an der Straße Marko Nestoroski bei der östlichen Ecke Vasil Glavinov liegt die Keschan-Moschee. Das viereckige Hauptgebäude hat eine rosarote Fassade und wird an der nordwestlichen Ecke vom zehn Meter hohen steinernen Minarett flankiert. Die Moschee ist nach der thrakischen Stadt Keşan benannt.
  • Im Südosten der Stadt an der Straße Dame Gruev liegt die Kara-Bey-Moschee. Die umliegende Nachbarschaft ist nach ihr benannt und ist mehrheitlich von Muslimen bewohnt. Das längliche rechteckige Hauptgebäude grenzt auf der Straßenseite an einem kleinen Nebenbau. Der kleine Hof wird von der Brunnenanlage fast vollständig bedeckt. An der westlichen Seite des Hauptgebäudes liegt das rund fünf Meter hohe Minarett.
  • Die Hadschi-Kasim-Moschee war die größte Moschee in Ohrid. Sie stand vor dem sogenannten Wassertor der Stadtmauern, wo sich jetzt der zentrale Platz Ploštad Sveti Kliment befindet. Die Moschee ohne Minarett wurde in den 1950er Jahren durch den jugoslawischen Staat abgerissen. Am Standort befinden sich jetzt Cafés, Parks und eine etwa fünf Meter hohe Statue des Stadtpatrons St. Klement. Im Jahr 2000 entfernte die mazedonische Regierung die Ruinen der Imaret-Moschee beim Ort Plaošnik. Seitdem fanden dort Ausgrabungen der antiken Stadt Lychnidos statt und zudem wird nun dort das neue Zentrum der Mazedonisch-Orthodoxen Kirche gebaut.

Museen

  • Das Stadtmuseum ist im Bürgerhaus der Familie Robevi untergebracht. Das Haus mit drei Etagen hat den für viele südbalkanische Städte typischen Baustil. Das Museum ist das älteste der Stadt und zeigt ethnographische und archäologische Ausstellungen, darunter 9000 antike und mittelalterliche Münzen aus der Region.
  • Die Ikonengalerie in der Altstadt
  • Das Museum des jungsteinzeitlichen Pfahldorfes im südlich von Ohrid gelegenen Gradište bietet einen Einblick in das Leben der Pfahlbausiedler um 1000 v. Chr. Dort wurden 6000 Holzpflöcke gefunden, die drei bis fünf Meter in den Boden gerammt waren. Archäologen schätzen die Anzahl der Gebäude auf 16