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Ohrid


Fünfzehn Jahre ist es schon her, dass mir an einem kühl-windigen Tag auf der griechischen Insel Paros eine Kellnerin auf Saisonarbeit von ihrer Heimat vorschwärmte. Sie erzählte von einem großen See umringt von Bergen, einem Ort auf zwei Hügeln mit uralten Kirchen als Reste der Geschichte eines Zentrums des orthodoxen Christentums. Sie stammte aus Mazedonien und berichtete von der Stadt Ohrid. Ich habe mir das damals notiert und war durchaus neugierig, den vielversprechenden Ort selbst mal zu besuchen. Allerdings war mir eine Anreise über die nationale Hauptstadt Skopje zu mühsam. Als ich nun davon las, dass Wizzair in dieser Saison nun Direktflüge von Wien aus nach Ohrid anbietet, wusste ich, dass das nun die Chance war.


Ohrid
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Ohrid


Es war ein früher Tagesbeginn, dafür saß ich dann auch schon beim Frühstück in einem Café in Ohrid. Der kleine Flughafen (http://ohd.airports.com.mk/default.aspx?ItemID=345) wird zwar nur wenige male pro Tag angeflogen, Wechselstuben waren auf so früh schon geöffnet und so konnte ich mich mit notwendigen Denaren eindecken. Vielfach werden zwar Euro akzeptiert, dann aber zu einem schlechten Kurs und manchmal ist man auf die Landeswährung angewiesen. (Airport – Ohrid Centar: 600 Den. (10 €), Airport – St. Naum: 2.000 Den. (30 €))


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Ohrid


Nach dem Frühstück wieder bei Kräften wollte ich nun also den Ort erkunden. Die erste bekannte Stadt mit dem Namen Lychnidos („Stadt des Lichts”) erfolgte durch illyrische Siedler im 8. Jahrhundert v.Chr. am Ohridsee. Als günstiges Siedlungsgebiet dienen zwei Hügel, so wie damals erstreckt sich der Ort auch heute noch über diese beiden Hügel und die dazwischen liegende Senke. Im 4. Jhdt. v. Chr. wurde die Stadt dann hellenisiert und die beiden Hügel mit einer schützenden Stadtmauer eingefasst. Am höheren der beiden Hügel entstand eine Festung. Nach den Griechen kam die Stadt unter römischen Einfluss, von großer Bedeutung war die Lage an der Via Egnatia, jener Straße die, die von Konstantinopel über Thessaloniki vorbei an Ohrid die Balkanhalbinsel überquerte um beim heute albanischen Dures an die Adria zu gelangen. Bei der Teilung des Römischen Reiches 395 fiel Ohrid zum östlichen Teil, um diese Zeit erfolgte auch die Christianisierung, ein Bischofssitz ist nachgewiesen. Nachdem im Jahr 526 ein schweres Erdbeben die Stadt vollkommen zerstört hatte, taucht der Name Lychnidos nicht mehr auf, neue slawische Siedler kamen und fortan wurde der heute bestehende Name Ohrid verwendet.


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Eine Blüte erlebte Ohrid ab dem 9. Jahrhundert. Zwar wechselten das Byzantinische Reich und das Bulgarische Königreich mehrfach als Herrscher über die Stadt, doch prosperierten Handel und kulturelle Entfaltung. Von den Kirchenbauten dieser Epoche sind einige erhalten, was die UNESCO dazu veranlasste, das byzantinische Erbe von Ohrid zum Weltkulturerbe zu erklären. Um 1400 fand die christliche Dominanz ein Ende, Ohrid fiel zum Osmanischen Reich, bei dem es bis zum Russisch-Osmanischen Krieg verblieb, mit dem dann Bulgarien 1878 seine Unabhängigkeit erlangte.


OhridOhridOhridOhridOhrid
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Nach dem Zweiten Weltkrieg war Mazedonien Teil von Jugoslawien, ehe es sich nach dessen Zerfall 1991 nach einer Volksabstimmung (mit 91% Zustimmung) unabhängig erklärte. Die Trennung von Serbien erfolgte friedlich, jedoch witterte ein Teil der albanischen Minderheit eine Chance und besetzte Dörfer, um die es dann mit Waffengewalt ausgetragene Auseinandersetzungen gab, die erst in einem Friedensvertrag mit verstärkten Minderheitenrechten 2001 beigelegt wurden.

Seit 2019 wurde die provisorische Bezeichnung FYROM („Ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien”) nun nach langen Verhandlungen und einer Einigung mit Griechenland nun endgültig in Nordmazedonien umbenannt, als solches strebt es einen Eintritt in die Europäische Union an.


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Kirchen

- Sveti Sofija (Света Софија) (11. Jhdt.)


Sveti Sofija (Света Софија) (11. Jhdt.)Sveti Sofija (Света Софија) (11. Jhdt.)Sveti Sofija (Света Софија) (11. Jhdt.)
Sveti Sofija (Света Софија) (11. Jhdt.)
Sveti Sofija (Света Софија) (11. Jhdt.)Sveti Sofija (Света Софија) (11. Jhdt.)Sveti Sofija (Света Софија) (11. Jhdt.)


Mich aber interssierte ja vorwiegend das byzantinische Erbe. Geht man vom See durch die Altstadt zwischen den beiden Hügeln, so führen alle Straßen zur zentralen Kirche der Heiligen Sophia (Crkva Sveta Sofija). In der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts ließ der griechische Erzbischof Leo eine dreischiffige Kathedrale, die mit drei Apsiden abschließt, errichten. Eine Erweiterung erfolgte 1317 durch Erzbischof Grigorije, der einen Vorbau (Narthex) mit einer zweigeschossigen Säulengalerie initiiererte. In osmanischer Zeit erfolgte eine Umwandlung zur Moschee, die Zentralkuppel und der Glockenturm wurden abgerissen. Die übertünchten Fresken wurden erst in den 1950er-Jahren wieder freigelegt und überdauerten so die Jahrhunderte, so dass diese großartigen Werke des 11. Jahrhunderts im Bereich der Apsis und des 14. Jahhunderts an der Rückwand bewundert werden können.


Sveti Sofija (Света Софија) (11. Jhdt.)
Sveti Sofija (Света Софија) (11. Jhdt.)


Sveti Sofija (Света Софија) (11. Jhdt.)Sveti Sofija (Света Софија) (11. Jhdt.)Sveti Sofija (Света Софија) (11. Jhdt.)Sveti Sofija (Света Софија) (11. Jhdt.)
Sveti Sofija (Света Софија) (11. Jhdt.)Sveti Sofija (Света Софија) (11. Jhdt.)Sveti Sofija (Света Софија) (11. Jhdt.)


Sveti Sofija (Света Софија) (11. Jhdt.)Sveti Sofija (Света Софија) (11. Jhdt.)Sveti Sofija (Света Софија) (11. Jhdt.)Sveti Sofija (Света Софија) (11. Jhdt.)
Sveti Sofija (Света Софија) (11. Jhdt.)Sveti Sofija (Света Софија) (11. Jhdt.)Sveti Sofija (Света Софија) (11. Jhdt.)


Sveti Sofija (Света Софија) (11. Jhdt.)Sveti Sofija (Света Софија) (11. Jhdt.)Sveti Sofija (Света Софија) (11. Jhdt.)
Sveti Sofija (Света Софија) (11. Jhdt.)Sveti Sofija (Света Софија) (11. Jhdt.)



- Sveti Bogorodica Bolnička (Света Богородица Болничка) (14. Jhdt.)

Gleich neben der Kirche der Heiligen Weisheit (Sophia) ist eine weitere kleinere Kirche aus dem 14. Jahrhundert erhalten, die Sveti Bogorodica Bolnička ist eine dreischiffige Kirche mit Fresken und schöner geschnitzter Ikonostase.


Sveti Bogorodica Bolnička (Света Богородица Болничка) (14. Jhdt.) Sveti Bogorodica Bolnička (Света Богородица Болничка) (14. Jhdt.) Sveti Bogorodica Bolnička (Света Богородица Болничка) (14. Jhdt.)
Sveti Bogorodica Bolnička (Света Богородица Болничка) (14. Jhdt.)Sveti Bogorodica Bolnička (Света Богородица Болничка) (14. Jhdt.)Sveti Bogorodica Bolnička (Света Богородица Болничка) (14. Jhdt.)Sveti Bogorodica Bolnička (Света Богородица Болничка) (14. Jhdt.)



- Sveti Kliment (Klementskirche) (Црквата Пресвета Богородица Привлептос) (13. Jhdt.)

Die nächst der drei größeren Kichen von Ohrid, steht am höchsten Punkt des rechten der beiden Stadthügel. Eudokia, Tochter des Kaisers Andronikos II., und ihr Gemahl, der byzantinische Feldherr Progon Sguros, stifteten diese Kirche im Jahr 1295. Geweiht ist die der hochangesehenen Gottesmutter Peribleptos (Περιβλὲπτος). Wenn du die mazedonische Bezichnung in der Überschrift liest, so stellst du fest, dass sie dort auch heute noch so benannt ist, was mich bei der Suche nach der Klementskirche (Sveti Kliment) etwas verwirrt hat. Diesen Zweitnamen führt sie seitdem die Reliquien des Heiligen hierher überführt worden waren. Als die Sophienkirche zur Moschee umgewandelt wurde, nahm die Klementskirche die Stelle als Hauptkirche des Erzbischofs von Ohrid ein.

Der typisch byzantinische Ziegelbau ist in den Aussenabmessungen nahezu quadratisch, der Innenraum hat die Form eines eingeschriebenen Kreuzes. Nach einer Reinigung strahlen die alten Fresken wieder frisch. Ich zitiere aus Wikipedia:
»Die an mehreren Stellen signierten Fresken sind die frühesten Werke der beiden Maler Michael (Michailo) und Eutychios (Eutihije), dennoch sind sie mit klarer Linienführung und einheitlicher Farbgebung meisterhaft komponiert. Auffallend sind die jugendlichen, athletischen Gestalten selbst der alten Kirchenväter, die Lebenskraft und Heldenmut ausstrahlen. Die Fresken von Sveti Kliment stehen am Beginn einer neuen Epoche byzantinischer Wandmalereien. Nach der eleganten Monumentalmalerei des 13. Jahrhunderts, wie sie am Hof der Komnenen gepflegt wurde, leiten sie nun über zur Malerei der sogenannten Palaiologischen Renaissance, bei der auf allen Wänden eine ungeheure Figurenfülle dargestellt wird. Unter anderem sind hervorzuheben eine Kreuzigung, die Beweinung Christi und ein ganzfiguriger Heiliger Kliment.«


Sveti Kliment (Црквата Пресвета Богородица Привлептос) (13. Jhdt.)Sveti Kliment (Црквата Пресвета Богородица Привлептос) (13. Jhdt.)Sveti Kliment (Црквата Пресвета Богородица Привлептос) (13. Jhdt.)Sveti Kliment (Црквата Пресвета Богородица Привлептос) (13. Jhdt.)
Sveti Kliment (Црквата Пресвета Богородица Привлептос) (13. Jhdt.)Sveti Kliment (Црквата Пресвета Богородица Привлептос) (13. Jhdt.)Sveti Kliment (Црквата Пресвета Богородица Привлептос) (13. Jhdt.)


Sveti Kliment (Црквата Пресвета Богородица Привлептос) (13. Jhdt.)Sveti Kliment (Црквата Пресвета Богородица Привлептос) (13. Jhdt.)Sveti Kliment (Црквата Пресвета Богородица Привлептос) (13. Jhdt.)Sveti Kliment (Црквата Пресвета Богородица Привлептос) (13. Jhdt.)
Sveti Kliment (Црквата Пресвета Богородица Привлептос) (13. Jhdt.)Sveti Kliment (Црквата Пресвета Богородица Привлептос) (13. Jhdt.)Sveti Kliment (Црквата Пресвета Богородица Привлептос) (13. Jhdt.)


Sveti Kliment (Црквата Пресвета Богородица Привлептос) (13. Jhdt.)Sveti Kliment (Црквата Пресвета Богородица Привлептос) (13. Jhdt.)Sveti Kliment (Црквата Пресвета Богородица Привлептос) (13. Jhdt.)
Sveti Kliment (Црквата Пресвета Богородица Привлептос) (13. Jhdt.)Sveti Kliment (Црквата Пресвета Богородица Привлептос) (13. Jhdt.)Sveti Kliment (Црквата Пресвета Богородица Привлептос) (13. Jhdt.)


Sveti Kliment (Црквата Пресвета Богородица Привлептос) (13. Jhdt.)Sveti Kliment (Црквата Пресвета Богородица Привлептос) (13. Jhdt.)Sveti Kliment (Црквата Пресвета Богородица Привлептос) (13. Jhdt.)Sveti Kliment (Црквата Пресвета Богородица Привлептос) (13. Jhdt.)Sveti Kliment (Црквата Пресвета Богородица Привлептос) (13. Jhdt.)


Gleich gegenüber der Kirche ist im unscheinbaren Gebäude ein gewaltiger Schatz untergebracht, eine der wertvollsten Sammlungen an Ikonen weltweit. Bis ins 11. Jahrhundert reichen die Darstellungen von Heiligen und Szenen des Alten und Neuen Testaments zurück. Ganz allein war ich der unglaublichen Sammlung, nur meine Schritte hallten durch die Säle, sonst Stille, wenn ich den Heiligen auf ihren oft schon löchrigen Holztafeln und ihrem Goldglanz Aug' in Aug' gegenüberstand. Geschaffen in den verschiedenen Stufen der byzantinischen Kulturgeschichte haben sie seit dem Mittelalter viel erlebt und ihre Würde bewahrt. Die Farben und Insignien geben Hinwiese auf die Lebensgeschichten der Dargestellten, die damals ja fast noch Zeitgeschichte war. Als Besucher konnte ich die Ruhe natürlich genießen, aber schade ist es trotzdem, dass nicht mehr Besucher sich diesen besinnlichen Genuss gönnen.
Fotografieren ist wie so oft leider verboten.


Sveti Kliment (Црквата Пресвета Богородица Привлептос) (13. Jhdt.)Sveti Kliment (Црквата Пресвета Богородица Привлептос) (13. Jhdt.)Sveti Kliment (Црквата Пресвета Богородица Привлептос) (13. Jhdt.)



- Sveti Konstantin i Elena (Охрид, Св. Константин и Елена) (14. Jhdt.)


Gleich neben der Klementskirche steht die Konstanin und Helena geweihte Kirche Sveti Konstantin i Elena (unweit Sveti Kliment). Der einschiffige Bau mit angefügter Seitenkapelle stammt aus dem 14. Jahrhundert und ist ebenfalls eine Stiftung, der Mönch Parthenius wird in einer Inschrift erwähnt. Der klassizistische Bau daneben ist eine ehemalige Waisenschule aus dem 19. Jhdt.


Sveti Konstantin i Elena (Охрид, Св. Константин и Елена) (14. Jhdt.)Sveti Konstantin i Elena (Охрид, Св. Константин и Елена) (14. Jhdt.)
Sveti Konstantin i Elena (Охрид, Св. Константин и Елена) (14. Jhdt.)Sveti Konstantin i Elena (Охрид, Св. Константин и Елена) (14. Jhdt.)Sveti Konstantin i Elena (Охрид, Св. Константин и Елена) (14. Jhdt.)
Sveti Konstantin i Elena (Охрид, Св. Константин и Елена) (14. Jhdt.)Sveti Konstantin i Elena (Охрид, Св. Константин и Елена) (14. Jhdt.)Sveti Konstantin i Elena (Охрид, Св. Константин и Елена) (14. Jhdt.)



- Sveti Nikola Bolnički (Св. Никола Болнички) (14- Jhdt.)

Eine weitere kleinere Kirche will ich noch zeigen. An der Seepromenade in einem Hof steht die Sveti Nikola Bolnički aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Leider war sie verschlossen, so konnte ich die Porträts des Zaren Dušan und des Ohrider Erzbischofs Nikola nicht sehen.




Festung des Zaren Samuil (Самоиловата тврдина)


Festung des Zaren Samuil (Самоиловата тврдина)Festung des Zaren Samuil (Самоиловата тврдина)Festung des Zaren Samuil (Самоиловата тврдина)
Festung des Zaren Samuil (Самоиловата тврдина)


Krönt die Spitze des einen Stadthügels eine Kirche, so ist auf dem leicht höheren Hügel seit jeher die weltlich Macht angesiedelt. Schon vom 4. Jahrhundert v.Chr. gibt es erst Spuren einer Befestigung, Philipp II. von Makedonien erweiterte die Festung. Seinen Namen erhielt die Burg vom bulgarischen Zaren Samuil, der in den Jahren zwischen 992 und 1018 Ohrid zur Hauptstadt des ersten Bulgarischen Reiches gemacht hat und in der Burg seine Residenz einrichtete. Er verstärkte die Mauern, ebenso wie die Osmanen hier Gebäude errichtet hatten. Von der äusseren Festungsmauer abgesehen ist kaum etwas erhalten, jedoch hat man einen schönen Panoramablick.

Den hat man auch vom Cafe direkt vor dem Portal zur Festung. Das hat mir so gut gefallen, dass ich auch am nächsten Tag wieder hoch kam, um bei einem Glas Wein den Blick über Stadt und See schweifen zu lassen.


Festung des Zaren Samuil (Самоиловата тврдина)Festung des Zaren Samuil (Самоиловата тврдина)Festung des Zaren Samuil (Самоиловата тврдина)
Festung des Zaren Samuil (Самоиловата тврдина)


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- Sveti Pantelejmon (Свети Климент и Пантелејмон) (2002)


Sveti Pantelejmon (Свети Климент и Пантелејмон) (2002)Sveti Pantelejmon (Свети Климент и Пантелејмон) (2002)Sveti Pantelejmon (Свети Климент и Пантелејмон) (2002)
Sveti Pantelejmon (Свети Климент и Пантелејмон) (2002)Sveti Pantelejmon (Свети Климент и Пантелејмон) (2002)Sveti Pantelejmon (Свети Климент и Пантелејмон) (2002)Sveti Pantelejmon (Свети Климент и Пантелејмон) (2002)


Zum See hin ist der Festungshügel kaum bebaut. Dabei stand dort in der Plaošnik (Плаошник) genannten Gegend die älteste Siedlung im heutigen Ohrid. Neben den andauernden archäologischen Grabungen ist schon von der Festung der mächtige Kirchenbau Sveti Pantelejmon (Свети Климент и Пантелејмон) zu sehen. Die heutige Kirche stammt aus dem Jahr 2002, steht aber auf den Grundmauern der Klosterkirche, die der Hl. Kliment im Jahr 886 zu bauen begann.


Sveti Pantelejmon (Свети Климент и Пантелејмон) (2002)Sveti Pantelejmon (Свети Климент и Пантелејмон) (2002)Sveti Pantelejmon (Свети Климент и Пантелејмон) (2002)
Sveti Pantelejmon (Свети Климент и Пантелејмон) (2002)Sveti Pantelejmon (Свети Климент и Пантелејмон) (2002)Sveti Pantelejmon (Свети Климент и Пантелејмон) (2002)
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Kliment war als Schüler mit den beiden “Slawenaposteln” Kyrill und Method ins mährische Reich gekommen, kehrte aber dann auf Einladung des bulgarischen Zaren Boris I. zurück und wurde schließlich Erzbischof von Ohrid. Bulgarien wurde gerade erst christianisiert, so dass die Ausbildung von Klerikern wesentlich war. Einen wichtigen Einfluss auf die Entwicklung des gesamten slawischen Raums hatte hierbei die Schule von Ohrid. Durchaus auch politisch, um den Einfluss des griechischsprachigen Konstantinopel zurück zu drängen, wurden die Bibel und andere liturgische Texte eifrig ins Slawische übersetzt. Kyrill entwickelte hierzu die Glagolitische Schrift, durchgesetzt hat sich aber die in Ohrid und Preslaw weiterentwickelte Altkirchenslawische Schrift und Sprache. Als Kliment 916 starb, wurde er in der Kirche beigesetzt. Die alte Kirche wurde unter osmanischer Herrschaft als Moschee umgebaut, 1453 aber ganz abgerissen und eine neue Moschee errichtet.

Ab dem Jahr 2000 wurde diese Moschee beseitigt und mit dem Bau der neuen Kirche angelehnt an byzantinische Vorbilder begonnen, Nach der Fertigstellung wurden die Reliquien des Heiligen Kliment wieder hierher zurück verbracht. Ringsum entsteht an diesem geschichtsträchtigen Ort eine monströse Klosteranlage. Es geht dabei auch sehr viel um mazedonische Nationsbildung und Politik. Die Mazedonisch-Orthodoxe Kirche will hier ein Zentrum, von anderen orthodoxen Kirchen (u.a. Konstantinopel und Serbien) ist sie bisher nicht anerkannt. Gelebte christliche Brüderlichkeit eben und natürlich geht es dabei nicht um Machtansprüche.


Sveti Pantelejmon (Свети Климент и Пантелејмон) (2002)Sveti Pantelejmon (Свети Климент и Пантелејмон) (2002)Sveti Pantelejmon (Свети Климент и Пантелејмон) (2002)
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Sveti Pantelejmon (Свети Климент и Пантелејмон) (2002)Sveti Pantelejmon (Свети Климент и Пантелејмон) (2002)Sveti Pantelejmon (Свети Климент и Пантелејмон) (2002)
Sveti Pantelejmon (Свети Климент и Пантелејмон) (2002)Sveti Pantelejmon (Свети Климент и Пантелејмон) (2002)



- Sveti Jovan Kaneo (Свети Јован Богослов Канео) (13. Jhdt.)


Es war bei meinem Spaziergung schon später Nachmittag geworden und aus den düsteren Wolken waren auf der anderen Seite des Sees Regenschauer zu sehen (ich hatte Glück, mehr als ein paar Tropen bekam ich in den Tagen nie ab), als ich zur unterhalb von Sveti Pantelejmon direkt auf einem Felsen über dem See gelegenen Kirche des Heiligen Johannes von Kaneo (Sveti Jovan Kaneo) kam. Nach der Erbauung im 13. Jahrhundert wurde sie mehrfach von den osmanischen Besatzern beschädigt und immer wieder restauriert. In der Apsis sind noch originale Fresken erhalten, mehr aber bezaubert die einzigartige Lage.


Sveti Jovan Kaneo (Свети Јован Богослов Канео) (13. Jhdt.)Sveti Jovan Kaneo (Свети Јован Богослов Канео) (13. Jhdt.)Sveti Jovan Kaneo (Свети Јован Богослов Канео) (13. Jhdt.)
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Nicht immer passt das Licht für tolle Fotos und ich gebe mich da zwangsweise auch mit dokumentarischem Charakter zufrieden. Für diesen Ort aber war das Grau eindeutig viel zu schade, da hatte ich mir eindeutig eine andere Vorstellung gemacht. Am Abend entfiel wegen der Wolken die Blaue Stunde und ich war sowieso nach dem früh begonnen Tag und der eindrucksvollen Runde ziemlich müde, so dass nach dem leckeren Essen das Bett interessanter als Fotografie war. Mit frischer Energie und Sonnenschein musste ich am Morgen aber wieder zu dieser Kirche hinauswandern. Das Pflichtprogramm hatte ich an einem Tag geschafft, so konnte ich Stunden über der Kirche sitzen und mit diesem fantastischen Blick über den See in den Tag träumen. War ja Urlaub - mit lehrreichen Eindrücken und Sonne für die Seele LOL.

Und weil es gar so ein schöner Ort ist, bin ich auch am Abend nochmals dort hin zurück.


Sveti Jovan Kaneo (Свети Јован Богослов Канео) (13. Jhdt.)Sveti Jovan Kaneo (Свети Јован Богослов Канео) (13. Jhdt.)Sveti Jovan Kaneo (Свети Јован Богослов Канео) (13. Jhdt.)


Sveti Jovan Kaneo (Свети Јован Богослов Канео) (13. Jhdt.)


Sveti Jovan Kaneo (Свети Јован Богослов Канео) (13. Jhdt.)Sveti Jovan Kaneo (Свети Јован Богослов Канео) (13. Jhdt.)Sveti Jovan Kaneo (Свети Јован Богослов Канео) (13. Jhdt.)
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Sveti Jovan Kaneo (Свети Јован Богослов Канео) (13. Jhdt.)Sveti Jovan Kaneo (Свети Јован Богослов Канео) (13. Jhdt.)



- Sveti Naum (Свети Наум) (10. Jhdt.)


An so einem hübschen See und keine Bootsfahrt? Nun, die hätte ich gerne unternommen, allerdings sind das Tagesausflüge und dazu fehlte mir bei dem Kurzurlaub leider die Zeit. Die Ausflugsschiffe fahren zu einer rekonstruierten prähistorischen Pfahlbausiedlung und ins Naturschutzgebiet im Süden sowie zu einem Kloster, die meistbesuchte Sehenswürdigkeit in Nordmazedonien überhaupt. Da ich das auch gerne sehen wollte, halt ohne den anderen tagesfüllenden Stationen, habe ich den überaus freundlichen Taxilenker vom Flughafen angerufen. Vladimir brachte mich dann zu einem fairen Preis die 27 Kilometer / 40 Minuten entlang der Ostseite des Sees zum Kloster, die Westseite gehört ja schon zu Albanien.


Sveti Naum (Свети Наум) (10. Jhdt.)Sveti Naum (Свети Наум) (10. Jhdt.)Sveti Naum (Свети Наум) (10. Jhdt.)
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Das Kloster Sveti Naum ist nach dem Hl. Naum benannt, der auch es auch kurz vor dem Jahr 900 gründete. Die Lebensgeschichte von Naum ist schnell erzählt, war er doch zusammen mit Kyrill und Method in Mähren und danach ebenso Lehrer in der Ohrider Region. Auch er verdient die Ehre, wesentlich an der Entstehung der kyrillischen Schrift und dem Kirchenslawischen mitgewirkt zu haben. Entsprechend stammen die zahlreichen Besucher meist aus Bulgarien und den orthodox-östlichen Ländern.

Nach ein Großbrand 1870 das gesamte Kloster ausgenommen de rKirche zerstört hatte, wurde es im 20. Jahrhundert moderner großteils als Hotel wiedererrichtet. Die meisten Besucher waren von den Pfauen mehr angetan als von der alten Kirche mit den stimmungsvollen Fresken, mir war es recht darin kein Gedränge vorzufinden.


Sveti Naum (Свети Наум) (10. Jhdt.)
Sveti Naum (Свети Наум) (10. Jhdt.)


Sveti Naum (Свети Наум) (10. Jhdt.)Sveti Naum (Свети Наум) (10. Jhdt.)Sveti Naum (Свети Наум) (10. Jhdt.)
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Sveti Naum (Свети Наум) (10. Jhdt.)Sveti Naum (Свети Наум) (10. Jhdt.)Sveti Naum (Свети Наум) (10. Jhdt.)
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Mein Steuermann (Taxilenker) hatte vorgeschlagen eine Stunde früher zu fahren, da es danach regnen sollte. Und tatsächlich klatschten bei der Abfahrt ein paar Tropfen auf die Scheibe. In Ohrid war es aber schon wieder trocken, ich hatte Wetterglück bei dieser schönen kurzen Reise.

Wie ist dein Eindruck zu diesem Teil Nordmazedoniens nach meiner Zusammenfassung?

Mir haben die Tage in diesem wenig bekannten Teil des Balkans ausgesprochen gut gefallen. Das noch nicht von Besuchermassen geflutete Land hat sich noch eine Freundlichkeit erhalten, die anderswo schon erstickt ist, doch wird auch alles geboten, was man als (etwas verwöhnter) Tourist erwartet. Und dass es an Sehenswertem nicht mangelt, konnte ich hoffentlich darstellen. Ich sehe mich wieder einmal am mazedonischen Wein nippen und Geschichte und Landschaft genießen und kann eine Entdeckungsreise dahin nur weiterempfehlen.






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Für's nächste mal:

  • Sveti Erazmo - Etwa fünf Kilometer nordwestlich der Stadt befindet sich an einer Felswand die Kirche des Heiligen Erasmus (mazedonisch Свети Еразмо). Sie wurde wohl erstmals im 6. Jahrhundert als frühchristliche Basilika erbaut. Bei archäologischen Arbeiten wurde eine Nekropole gefunden, von der 124 Gräber aus der Zeit zwischen dem 6. und dem 12. Jahrhundert stammen. Die Kirche war ursprünglich zum größten Teil mit Fresken ausgemalt, von denen nur wenige heute noch erhalten sind, z. B. die Gestalt eines byzantinischen Herrschers.
  • Sveti Zaum - Die Kirche der Heiligen Muttergottes von Zaum (Sveti Bogorodica Zahumska) befindet sich ca. 26 Kilometer südlich von Ohrid. Sie liegt nahe dem Galičica-Gebirge am Ufer des Ohridsees in der Nähe des Fischerdorfes Trpejca. Sie ist unterhalb eines Hügels errichtet, der sich bis zur Seeküste hinabsenkt. Das Ufer ist zu Fuß kaum erreichbar. Der Bau der Kirche wurde vom Zimmermann Grgur und die Fresken vom Bischof Gregorius, einem der einflussreichsten Würdenträger des Ohrider Erzbistums Ende des 14. Jahrhunderts gestiftet. Sie stellt eine typische Kreuzkuppelkirche dar, ähnlich den Kirchen des Hl. Kliment von Ohrid und des Hl. Johannes von Kaneo. Die Vorhalle an der Westseite, der Seeseite, ist eingestürzt. Zaum hat eine akzentuierte Vertikale, was der Kirche ein sehr elegantes Aussehen gibt. Diese Vertikale und die Schmächtigkeit sind die Grundmerkmale der Architektur dieses Denkmals. Dadurch unterscheidet sich diese Kirche im Wesentlichen von anderen Baudenkmälern ihrer Zeit. Die Kirche ist unter Kunsthistorikern wegen ihrer byzantinischen Fresken bekannt, welche die Zerstörungen in der osmanischen Zeit überdauerten. Darunter ist die stillende Gottesmutter zu nennen, eine Besonderheit der byzantinischen Malerei.