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Georgien 2019



Kutaisi


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Ich muss es ja zugeben, ich war fast etwas wütend auf mich selbst, was mich da geritten hatte, dass ich nun hier stand. Dem Taxilenker, der mich vom Flughafen in die Stadt gebracht hatte, dem hatte ich als Fahrziel “Zentrum” angegeben. Bei der Reisevorbereitung hatte ich den Platz ja schon oft in Bildern gesehen, doch ich stand jetzt wirklich dort am Hauptplatz der drittgrößten georgischen Stadt Kutaissi und um mich brauste der Verkehr und keines der Autos machte Anstalten, für einen Fußgänger am Zebrastreifen auch nur das Tempo zu verringern (links oder rechts geht's sicher vorbei), egal ob alter russischer LKW, Marschrutka oder fetter Mercedes.

Die Figuren am zentralen Brunnen, die sich an Funden aus der Stein- und Bronzezeit orientieren, sind auch Geschmackssache. Das ist auch die Fastfoodfiliale als neben dem Stadttheater auffallendstes Bauwerk am Platz. Wenigsten konnte ich nun die der georgischen Sprache eigenen Schriftzeichen in realer Verwendung sehen.

Ganz neu ist die Kirche hinter dem MacDonnalds, neu und vom frischen Putz noch feucht muffig, aber sonst in keiner Weise aufregend.

Jetzt stand ich also da in meinem selbsterwählten Unglück. Dabei hatte ich mir nach meiner Reise nach Armenien mit ihren begeisternden Erinnerungen auch von diesem Kaukasusland so viel erwartet und es als Reiseziel hoch oben auf der Wunschliste geführt. Das sollte es also sein? Bevor du nun zu lesen aufhörst bitte ich dich noch um etwas Geduld, ich habe ja gerade mal die ersten 30 Minuten nach der Ankunft geschildert. Wenigstens auf einen Kaffee und ein Glas Wein begleite mich noch auf dieser Reise.


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Kutaissi liegt dort, wo der ins Schwarze Meer mündende Fluss Rioni als Gebirgsfluss aus dem Bergland kommt und die sich bis ans Meer hinziehende Ebene des Schwemmlands beginnt. Mit ihren fast 150 000 Einwohnern steht sie zwar im Schatten der Hauptstadt Tiflis und der Hafenstadt Batumi, war aber für kurze Zeit sogar Sitz des georgischen Parlaments.

Manchmal konnten mich die 30°C ins Schwitzen bringen, dann machte der heftige Sturm fast schon wieder eine Jacke notwendig. Auf der Brücke war der Sturm besonders bemerkbar, als ich nun hinuntersah, wie der Fluss über die Felsen sprudelte. Die Brücken über dem felsigen Bett sind charakteristisch für die Stadt, die Metallbrücken wurden im späten 19. Jahrhundert in Frankreich bestellt. Am Ufer gibt es auch einge alte Häuser im osmanischen Stil.


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Vom Stadtzentrum führt eine kleine Gondelbahn auf den Hügel am anderen Ufer. Da sie sich nicht bewegte, beschloss ich zu Fuss hinauf zu wandern, vielleicht überzeugt mich ja ein großartiger Ausblick von meiner Reisezielwahl.


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Ein paar dem Sturm trotzende Spaziergänger und als uniformierte Parkwächter beschäftigte älter Herren hielten sich in dem Wald ungefähr die Waage. Als Naturerlebnis war das laute Ruschen der Bäume durchaus schön, dem Vergnügungspark, der in sowjetischer Zeit angeblich zur Grundausstattung jeder Stadt gehört hatte (Brot und Spiele?), verlieh das sich wirbelnde Laub eine traurige Stimmung. Die verließ kurz die Wirtsleute, als ich als einziger Gast auf einen Kaffee einkehrte. Oh ja, wenigstens meine wenigen gelernten Grundworte funktionierten, der Gruß und mein Wunsch fanden freundlichen Wiederhall.


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Wieder unten im Sonnenschien an der Weißen Brücke fand ich langsam Gefallen an der Stadt am Fluss, ich begann die schönen Dinge an diesem Ort zu sehen.

Dazu gehörte zweifellos auch das Hotel direkt an der Brücke. Abends auf der Dachterrasse den grandiosen Ausblick über die Stadt im wechslenden Licht der hereinbrechenden Dunkelheit bei georgischen Köstlichkeiten (z.B. Brot gefüllt mit Paste aus Roten Bohen oder der Brottopf aus dem Entenfleisch und Pilze in flüssigem Käse quollen). Ein wunderschöner Platz zum Tagesausklang, bei dem man gerne ein gutes Glas mehr trinkt, um länger in der Ruhe zu verweilen und den Ausblick zu genießen. Von hier hat man auch einen großartigen Blick auf die Kathedrale, die ich noch am Tag besucht hatte. Die Gespräche an den Nachbartischen störten nicht, ich mag den Klang der georgischen Sprache, ausserdem hört sie sich meist angenehm an, nicht aggressiv und laut.


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Schöne Impressionen aus Kutaissi, klar gibt es die.


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Kutaissi


Bevor ich zu Bett ging wusste ich, es war schön, hier zu sein. Ich hatte wieder einmal ein tolles Reiseziel ausgesucht. Nur manchmal benötigt es halt etwas Zeit, bis sich das erschließt.


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Bagrati-Kathedrale


Ein Bauwerk ist in Kutaissi besonders schön, die Bagrati-Kathedrale. Sie liegt nicht im Zentrum, sondern fast zwei Kilometer ausserhalb auf einem Hügel, der den Fluss überwacht. Hier befand sich die mittelalterliche Festung, in der die georgischen Könige residierten. König Bagrat III. ließ hier die große Kirche erbauen, die im Jahr 1003 fertig gestellt wurde. Von aussen scheint sie einen kreuzförmigen Grundriss zu haben, tatsächlich handelt es sich jedoch um um eine umbaute dreikonchige Form unter der großen zentralen Kuppel auf hohem Tambour.


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Vieles an der Kirche ist erst wenige Jahre alt. Darüber gab es auch einen heftigen Disput. Im Jahr 1994 war die Kirche von der UNESCO in den Weltkulturerbe-Rang erhoben worden. Damals jedoch als Ruine. Osmanische Truppen hatten die Kirche 1692 gesprengt. Es fehlten das Dach und die westliche Aussenmauer. Es verblieben nur Teile von drei Aussenmauern als Rest (siehe Fotos z.B auf Wikipedia). Als 2001 die georgisch-orthodoxe Kirche diese Reste in ihren Besitz zurück erhielt, begann die Diskussion über einen Wiederaufbau, der schließlich auch realisiert wurde. Ich finde, durchaus gelungen. Aus dem Schutt wurden orginale Teile geborgen und wieder eingesetzt, die neuen Teile sind klar als solche erkennbar. Mir gefällt die sorgsame Rekonstruktion, die UNESCO war anderer Meinung und strich 2017 das Bauwerk von der Welterbeliste.


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Der Preis war der Verlust des Welterbetitels, dafür hat man eine nutzbare stolze Kirche. Und ob sie genutzt wird, sie ist eine der begehrtesten Trauungsorte für georgische Paare. Deshalb gibt es von mir auch nur wenige Innenaufnahmen. Als ich ankam, machten zwei Paare gerade vor der Kathedrale Hochzeitsfotos. Innen war offensichtlich gerade eine Trauung zu Ende und nahtlos trat schon das nächste Paar vor den Altar, später noch ein weiteres. Mindestens fünf Hochzeiten an einem Mittwoch, da ist also gewaltig was los. Spannend fand ich, dass bei der Zermonie die Paare symbolisch gekrönt und dann dreimal um aufgestellte Ikonen geführt werden, bevor sie zum Altar geleitet werden. Verwundert hat es mich, dass viele Gäste gar nicht Anteil nehmen, sondern vor der Kirche warten. Löblich finde ich es, dass kein Bräutigam weiße Socken zum Anzug trug. (Mehr will ich zur Fußmode nicht sagen, sieh selbst.)


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Wie zu sehen ist, wurde viel an Substanz neu gebaut und wurden originale Teile integriert. Ich finde, Kutaissi hat damit eine wunderschöne Kathedrale (zurück-) erhalten.


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Von der Festung der mittelalterlichen georgischen Könige ist nicht viel erhalten, jedoch bietet die Lage am Festungshügel einen sehr schönen Ausblick. Über die Stadt mit den Häusern in charakteristischem Stil mit ihren Zeltdächern, hinaus in die Ebene und in den Bergen kann man sogar eine mächtige Klosteranlage erkennen, auf diese komme ich später zurück.


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St. Georgs-Kirche


Am Rückweg von der Kathedrale in die Stadt bin ich noch auf das kleine Stück auf eine dazwischen liegende Erhebung hinauf. Dort war mir eine kleine Kirche aufgefallen. Ich vermute, sie wurde im 19. Jahrhundert errichtet, viel älter dürfte sie wohl nicht sein. Doch steht sie recht schmuck inmitten eines kleinen Friedhofs, ein ruhiger hübscher Platz mit Blick zurück zur viel größeren Kathedrale.

Der Priester saß in dem kleinen “Wächterhäuschen” neben der Kirche. Er kam dann in die Kirche, nicht um mich zu überwachen, sondern um einen älteren Mann und ein kleines Mädchen in einer kurzen Zeremonie zu segnen. Spannend, solche mir unbekannten Rituale zu erleben.

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Kloster Gelati


So ganz sicher war ich mir nicht, ob unser Arrangement klar war, doch stand der Taxilenker, der mich vom Flughafen in die Stadt gebracht hatte, pünktlich vor dem Hotel. Weder Georgisch noch Russisch zu sprechen, ist in dem Land sicher hinderlich. Doch wo ein Wille, dort findet sich auch ein Weg. Ich fand seinen Preis nicht weit überzogen (ca. 30 Euro für den vierstündigen Ausflug) und wollte doch so gerne diese Fahrt in die nahen Berge. Obwohl in Georgien auch Rechtsverkehr gilt, so sind doch auch viele Fahrzeuge mit Rechtslenkung unterwegs. Angeblich gibt es diese günstiger zu erwerben, deshalb sind sie beliebt. Als Passagier links war das aber doch ein seltsames Gefühl, bei Überholversuchen oder angeschnittenen Linkskurven überkam mich da ein etwas wehrloses Gefühl. Es ging aber alles gut und das Ziel war ja das große Highlight dieses Kurzurlaubs.


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Von der Kathedrale konnte ich schon hinaufsehen, die Lage war genau so beabsichtigt - erhaben in den Bergen über der alten Hauptstadt. Die Klosteranlage von Gelati wurde zu Beginn des 12. Jahrhunderts errichtet, als das georgische Königreich einer Blütezeit entgegen sah. König Dawit IV., genannt auch „David der Erbauer”, gründete das Kloster als Zentrum des georgischen Christentums nach Vorbildern aus dem byzantinischem Raum. Drei Kirchen und einen freistehenden Glockenturm umfasst die Klosteranlage. Dazu kommt das Gebäude der ehemals bedeutenden Schule, in der Gelehrte Schriften verfassten und übersetzten. Bekannt war auch die Gold- und Silberschmiede im Kloster. Die herausragende Stellung im damaligen georgischen Königreich lässt sich auch daran erkennen, dass neben dem Gründer noch einige Könige hier ihre Begräbnisstätte fanden. Die Bedeutung für die Kunst Georgiens wurde auch mit der Ernennung der Anlage zum Weltkulturerbe herausgestrichen.


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Katholikon

Wirkt die Klosteranalge mit ihrne zahlreichen Gebäuden schon bei der ersten Annäherung ausgesprochen beeindruckend, so steigert sich dies noch bei der Besichtigung der Baudenkmäler. Die Kirchensind innen reich mit Fresken geschmückt, die zu einem großen Teil noch aus der Frühzeit des Klosters stammen. Schäden nahmen sie in der Zeit der Sowjetunion, als das Kloster verlassen mit undichten Dächern nicht gepflegt wurde. Die Sanierungsarbeiten sind noch in Gang.

Das Katholikon (die Hauptkirche) ist Maria geweiht, der Name Gelati leitet sich ja von Empfängnis („Genati”) her. Entsprechend zeigen viele der eindrucksvollen Fresken Szenen aus dem Leben der Gottesmutter. Als Kirche der Könige sind auch sie dargestellt, darunter Dawit als Gründer des Klosters. Wie sehr sich das kleine Königreich im Kaukasus am dominierenden Nachbarn, der Großmacht Byzanz orientierte, erkennt man an der Kleidung der dargestellten Personen. Es ist schwierig, mit Fotos den Eindruck von dem Kirchenraum wiederzugeben. Einzelne Ausschnitte können die überwältigende Fülle des Gesamteindrucks einfach nicht darstellen.


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Schon in der Hauptkirche gibt es zahlreiche Kapellen und Nebenräume, die allesamt mit Fresken geschmückt sind und dem Besucher fromme Geschichten erzählen. Spannend und grandios.


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Der König Dawit IV. wollte sein Grab bewusst so, dass im Tode alle lebendigen Passanten über ihn hinwegsteigen sollten. Traditionell ist die Schnur, die das verhindern soll.


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Georgskirche

Die obere, zweitgrößte Kirche ist dem Hl. Georg geweiht. Auch sie ist reich mit farbigen Fresken dekoriert, natürlich finden auch sich mehrere Abbildungen des Heiligen Georgs.


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Noch ein Blick hinunter nach Kutaissi zur Kathedrale, bevor ich diesen sensationell wundervollen Ort wieder verlasse.


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Kloster Motsameta


In Gelati hatten mich die Busse vor dem Kloster zuerst erschreckt, doch bald waren die Reisegruppen weitergezogen und wenige einzelne Besucher gaben dem Ort Frieden und Ruhe zurück. Aber natürlich ist es verständlich, dass so einen prächtige Anlage zum Pflichtprogramm jeder Georgienreise gehört. Das nächste Kloster versprach da weit weniger Auflauf. Der Fahrer meinte, es sei noch schöner.

Was die Lage anbelangt, so kann ich ihm recht geben. Das Kloster Motsameta liegt auf einem Felsen, der auf drei Seiten von den Schluchten umgeben ist, die der Fluss Tsalzitela gegraben hat. Leider ist die Gesamtanlage durch die dichte Bewaldung schwer zu erkennen und durch die Enge des Plateaus biete sich auch wenig Raum für schöne Fotos.


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Der Name Motsameta hat ungefähr die Bedeutung von „die beiden Märtyrer”. Im 8. Jahrhundert stellten vordringende Araber die beiden Brüder David und Konstantin aus der Adelsfamilie der Argveti vor die Entscheidung, entweder zum Islam zu konvertieren oder ihr Leben zu lassen. Dei beiden endeten als Märtyrer, ihnen wurde das im 11. Jahrhundert gegründete Kloster gewidmet und ihre Reliquien werden hier aufbewahrt.


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Auch hier wird fleißig restauriert, etwas zu neu wirkt die Anlage nun. Ich weiß nicht, ob die Fresken in der Kirche Neuschöpfungen sind oder kräftig restauriert wurde. Dass der Weg zum Kloster gepflaster wurde ist angenehm, nur meinen nun auch Autofahrer sich mit der schmalen Strecke den kurzen Fußweg ersparen zu können, das müsste nicht sein. Aber es war doch eine hübsche Ergänzung des Ausflugs.


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Zurück in Gelati


National Hisoric State Museum


Nur wenige Räume umfasst das Historische Museum, doch lohnt sich der Besuch. Es ist nicht die Fülle an Exponaten (von den hunderten steinzeitlichen Speerspitzen und Faustkeilen abgesehen) die begeistert, sondern die Qualität einzelner weniger Stücke.


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Zwei Ikonen (eine davon aus Gelati) aus dem 13. Jahrhundert sind besonders sehenswert. Sie zeigen die enorme Kunstfertigkeit der Silberschmiede. Auch den Handschriften und dem frühen Buchdruck sind Schaukästen mit sehr schönen Austellungsstücken gewidmet.


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Synagogen und Friedhof


Zeit blieb mir noch und so spazierte ich in die alte Oberstadt von Kutaissi. Dort befand sich das jüdische Viertel, drei Synagogen befinden sich hier, zwei habe ich gesehen (aber nicht zugänglich).


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Oben am Hügel war mir eine Kirche aufgefallen, die steuerte ich an. Auchsie ist dem Hl. Georg geweiht. Was ich von unten nicht sah, dass sie von einem Friedhof umgeben ist. Mehr als bei uns sind Bildnisse der Verstorbenen üblich, bei Männern oft (wenig sympatisch) patriachalische Stärke in Posen und Blicken darstellend. Nett finde ich kleine Tische und Bänke, die symbolisch zum Verweilen bei den Verstorbenen einladen.


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Ich habe eine ganze Weile dort oben verbracht und den Ausblick genossen. Ebenso dann beim abendlichen Mahl. Nach dem holprigen Beginn mit Eingewöhnungsphase war es eine sehr gelungene Reise.
Darf ich wieder kommen, Georgien?


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