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Orte an der nörlichen Küste


Nach dem Ausflug in die Berge wenden wir uns nun jenen Orten zu, die man den Urlaubsprospekten nach mit Montenegro verbindet. Die bekanntesten Touristenorte liegen an der Adriaküste nördlich von unserem Nächtigungsort Petrovac.



Sveti Stefan


Von vielen Ansichtskarten kennt man das Motiv der kleinen nur über eine Mole mit dem Festland verbundenen Insel mit dem malerischen Dorf darauf. Bloß, Sveti Stefan ist kein lebendiges Dorf mehr, sondern eine luxuriöses Hotelressort, das bis 2037 vom montenegrinischen Staat an Amanresorts verleast wurde und nur zahlungskräftigen Hotelgästen zugänglich ist. Von der Küstenstraße bietet es jedenfalls einen zauberhaften Anblick.


Sveti StefanSveti StefanSveti StefanSveti Stefan
Sveti StefanBlick auf Budva beim VorbeifahrenAltstadt von Budva


Hotel Sveti Stefan: https://www.youtube.com/watch?v=ZC3EWA47FSc


Kotor


Wir eilen weiter bis ganz in den Norden von Montenegro. Dort zieht sich die Bucht von Kotor 30 Kilometer ins Landesinnere, umgeben von karstigen Bergen mit bis zu 1000 Metern Höhe ergibt dies malerische Ansichten. Der hintere Bereich um Risan und Kotor wurde zum UNESCO-Welterbe erklärt.

Am Ende der Bucht liegt die Stadt Kotor, geprägt wurde ihr Erscheinungsbild hauptsächlich in der Periode vom 15. bis ins 18. Jahrhundert, als sie Teil der venezianischen Republik war. Umgeben ist Kotor von einer mächtigen Stadtmauer. Durchs mittlere der drei Zuganstore gelangt man auf den Hauptplatz („Waffenplatz”), an dem einem der Uhrturm im Renaissance-Stil (1602) besonder ins Auge fällt.


Freidhofskapelle von KotorYachthafen KotorKotor
KotorKotorKotorKotor
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Katholische Kathedrale


Der Hl. Tryphon ist Patron der Stadt, ihm ist auch die katholische Sankt-Tryphon-Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert geweiht, die die Romanik mit Elementen des byzantinischen Baustils verbindet. Merhfach wurde die Kathedrale durch Erdbeben in Mitleidenschaft gezogen, zuletzt 1979, als Kotor schwere Schäden zu verzeichnen hatte.


KotorKotorKotor
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Unter den Dächern der Seitenschiffe befindet sich die Schatzkammer, in der einige wertvolle Exponate zu besichtigen sind.


KotorKotor Kotor
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Nautisches Museum


In einem alten Palazzo ist das Nautische Museum untergebracht, in dem von der großen Seefahrervergangenheit der Stadt berichtet wird. Die geschützte Bucht bot einen idealen Warenumschlagplatz und war auch von militärischer Bedeutung. Von 1815 bis 1918, in jenen Jahren gehörte Cattaro (so die damalige Bezeichnung Kotors) zur Habsburgermonarchie, war die Stadt auch ein wichtiger Hafen der k.u.k. Marine.


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Zwei Kirchen sammeln sich an einem Platz im Norden der hübschen Altstadt. Die größere gehört der serbisch-orthodoxe Kirche und ist dem Hl. Nikolaus geweiht, aus dem 12. Jahrhundert stammt die romanische St. Lukaskirche der montenegrinisch-orthodoxen Kirchengemeinde.


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Für mich ist Kotor jedenfalls die schönste Stadt Montenegros, eine harmonische alte Stadt mit einigen Sehenswürdigkeiten. Das haben auch die Reedereien so gesehen und lassen ihre großen Kreuzfahrtschiffe vor den Toren der Stadt anlegen. Einerseits ist das verständlich, sich so ein sehenswertes Ziel nicht entgehen lassen zu wollen, aber wenn sich tausende Besucher in die enge Stadt ergießen, so ist dort halt auch schnell die Kapazitätsgrenze erreicht. Fluch und Segen, wie so oft.


KotorKotorKotor
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Perast


Ebenfalls in der Bucht von Kotor schmiegt sich der Ort Perast an einen der steilen Hänge, die das Ufer der weiten Bucht charakterisieren. Wahrzeichen ist der Glockenturm im typisch venezianischen Stil. Doch zuerst fahren wir an Perast vorbei ein kleines Stück weiter nach Risan.


PerastPerastPerast



Römische Villa in Risan


Der Ort Risan liegt am nördlichen Ende der Bucht von Kotor. Ausgrabungen berichten hier von der langen Geschichte, schon seit Urzeiten nutzen Menschen die schützende Bucht als Lebensraum. Seit dem 8. Jahrhundert vor Christus gehörte die dalmatische Küste zum Römischen Reich. Bedeutendster Fund ist eine römische Villa in Risan, die von Arthur Evans (bekannt von Knossos) hier gefunden wurde und dessen Mosaike wir besichtigen. Neben zweifärbigen geometrischen Mustern gibt es auch eine Darstellung des Gottes des Schlafs Hypnos.


PerastPerastPerast
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Dann geht es rasch wieder zurück nach Perast. Echt fotogen und typisch für die Küste Montenegros, der Ort in Hanglage am Meer vor der Silhouette schroffer Berge. Gefällt mir außerordentlich und prägt mein Bild von diesem schönen Land.

Besonders gut zur Geltung kommt das vom Meer aus, auf das wir mit einem kleinen Fährschiff hinausfahren.


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Zwei kleine Inseln liegen vor Perast in der Bucht von Kotor. Auf der natürlichen baumbewachsenen Insel Sveti Đorđe (Hl. Georg) befinden sich ein Kloster und ein Friedhof. Wir steuern Gospa od Škrpjela (Maria vom Felsen) an, eine Wallfahrtskirche auf einer Insel, die künstlich aufgeschüttet wurde. Auch heute noch werden am traditionellen Feiertag im Juli von den Pilgern Steine ins Meer neben der Insel geworfen, um diese zu vergrößern. Im 15. Jahrhundert wurde eine erste Kapelle auf der Insel errichtet, im 17. Jahrhundert entstand die heute noch bestehende Wallfahrtskirche, die viele dankbare Pilger für die Erfüllung ihrer Bitten und Rettung nach Schiffbruch besuchen, wie auch im der Kirche angeschlossenen Museum anhand zahlreicher Votivgaben sichtbar ist.


Perast Perast Perast
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Es wird schnell eng auf der kleinen Insel, wenn ein Kreuzfahrschiff eine Hundertschaft an Besuchern hierher entsendet. Die länger Wartezeit lohnt sich aber, bis wieder eine Gruppe in die Kirche vorgelassen wird und man die reich dekorierte Pilgerstätte auch von Innen besichtigen darf.


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Auf der Marieninsel gibt es keine Gaststätte, also müssen wir für diese bei den sommerlichen Temperaturen wieder nach Perast übersetzen. Den erfrischenden Campari-Orange darf man aber ohne Speisekonsumation nicht mit Meerblick genießen. Die machen mich grantig, die Peraster Wirte. m(


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Budva


Eine der Städte an der Küste hatten wir am morgen ignorant umfahren und ihr sollen wir programmgemäß doch noch einen kurzen Besuch abstatten. Budva liegt so wie Petrovac in einer Bucht, erscheint aber wesentlich lauter und noch touristischer. Es wird schon dämmrig als wir durch die Stadtmauer in die Altstadt gehen. Die Kirche des Heiligen Johannes des Täufers stammt aus dem 9. Jahrhundert, mehr als einen Eindruck der Fassade nehmen wir aber nicht mit.

Nach dem Fischessen an der Uferpromenade kehren wir satt (und vollzählig LOL) von dem schönen Tag heim ins Hotel.


BudvaBudvaBudvaBudva




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