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Giverny


Dem Thema der Reise “Auf den Spuren Claude Monets” nach war dieser Tag eines der Hauptziele, es ging Seine-aufwärts nach Giverny, einer kleinen schmucken Ortschaft mit ungefähr 500 Einwohnern. Der nächste Bahnhof befindet sich allerdings auf der linken Seite der Seine in der Kleinstadt Vernon, an so einem schönem Spätsommertag ist der Fußmarsch von 5 km aber recht angenehm (Tip: nicht der Markierung über den Sportplatz folgen, oberhalb der Straße gibt es einen schönen Weg).


Bahnhof Vernon-GivernyVernonVernon
Die Brücke über die SeineDie SeineBald in Giverny


Giverny wäre wahrscheinlich eine nette, aber weitgehend unbekannt kleine Gemeinde, hätte sich nicht Claude Monet (1840-1926) hier niedergelassen. Nachdem er seine turbulenteren jungen Jahre hauptsächlich in Argenteuil, das heute von Paris “verschlungen” ist, mietete er 1883 hier ein Bauernaus. Nachdem auch internationale Samler seine Bilder schätzten konnte er dafür doch schon ganz erhebliche Preise erzielen und sich nun ein abgesichertes Leben in Wohlstand leisten, vorbei die Zeiten in denen er ständig jemandem Geld schuldetet. Auch sein Familienleben verlief in ruhigen Bahnen, nachdem seine zukünftige zweite Ehefrau Alice Hoschedé mit ihren Kindern zu ihm und seinen beiden Söhnen ins Haus zog. 1890 konnte er das Haus erwerben und nach seinen bzw. den Bedürfnissen der Großfamilie umbauen. Dazu gehörte natürlich auch ein Atelier, das später in einem eigenen Bau Platz fand. Hier erlebte er viel glückliche Jahre, die Jahre des Alters mit zunehmendem Verlust seiner Sehkraft, hier entstanden viele Bilder, hier verstarb er auch 86-jährig.

Das Haus ist heute museal zugänglich und keinesfalls ruhig, es gehört zu den Attraktionen der Normandie und wird von Touristenbussen von Paris angefahren ebenso wie die Schiffe der Seine-Flusskreuzfahrten hier halten (Tickets vorher online besorgen!).


Monets Haus in GivernyMonets Haus in GivernyMonets Haus in Giverny
In Monets Haus in GivernyIn Monets Haus in GivernyIn Monets Haus in Giverny


Hier konnte Monet auch seine Liebe zur Natur ausleben und einen großen Garten gestalten. Zuerst war dies der clos normand genannte Ziergarten unterhalb des Hauses, der weniger wegen der exotischen Planzenarten sehenswert ist, sondern einfach durch die überwältigende Farbenpracht der dicht in den Beeten gepflanzten Blumen. Den zentralen Weg kennt man von Gemälden, die z.B. auch in der Gallerie des Oberen Belveders in Wien hängen.


Monets Garten in GivernyMonets Garten in GivernyMonets Garten in Giverny
Monets Garten in GivernyMonets Garten in GivernyMonets Garten in GivernyMonets Garten in Giverny
Monets Garten in GivernyMonets Garten in GivernyMonets Garten in Giverny


Monets Garten in GivernyMonets Garten in GivernyMonets Garten in Giverny
Monets Garten in GivernyMonets Garten in GivernyMonets Garten in Giverny


Im Jahr 1893 konnte Monet ein zusätzliches Grundstück erwerben, das nur durch eine Bahnlinie (heute Straße) an den Grund anschließt. Hier entstand der berühmte jardin d’eau (Wassergarten) mit dem von Weiden und Bambus umsäumten Seerosenteich, der nach japanischen Vorbildern von zwei Bogenbrücken überspannt wird. Dazu musste erst ein nebenan führender Bach umgeleitet und die Bewohner der Ortschaft überzeugt werden, die von den fremden Pflanzen einen negativen Effekt auf die heimische Vegetation befürchteten.

Dieser stimmungsvolle Teich mit den wunderschönen Seerosen diente Monet in zahlreichen (hunderten?) Gemälden als Vorlage und ist in vielen Museen weltweit zu bestaunen. Es waren weniger die Pflanzen selbst als das im Teich reflektierte Tageslicht, das Monet inspirierte und das er in so vielen Varianten fest hielt. Tatsächlich ändert jede vorüberziehende Wolke das Farbenspiel im Wasser, vom Künstler meisterlich auf Leinwand gebannt. Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen, das muss man einfach in Ruhe ansehen und genießen.


Monets jardin d’eau mit dem berühmten SeerosenteichMonets jardin d’eau mit dem berühmten SeerosenteichMonets jardin d’eau mit dem berühmten Seerosenteich
Monets jardin d’eau mit dem berühmten SeerosenteichMonets jardin d’eau mit dem berühmten SeerosenteichMonets jardin d’eau mit dem berühmten Seerosenteich
Monets jardin d’eau mit dem berühmten SeerosenteichMonets jardin d’eau mit dem berühmten SeerosenteichMonets jardin d’eau mit dem berühmten Seerosenteich


Monets jardin d’eau mit dem berühmten SeerosenteichMonets jardin d’eau mit dem berühmten SeerosenteichMonets jardin d’eau mit dem berühmten SeerosenteichMonets jardin d’eau mit dem berühmten Seerosenteich
Monets jardin d’eau mit dem berühmten SeerosenteichMonets jardin d’eau mit dem berühmten SeerosenteichMonets jardin d’eau mit dem berühmten Seerosenteich


Monets jardin d’eau mit dem berühmten SeerosenteichMonets jardin d’eau mit dem berühmten SeerosenteichMonets jardin d’eau mit dem berühmten Seerosenteich
Monets jardin d’eau mit dem berühmten SeerosenteichMonets jardin d’eau mit dem berühmten SeerosenteichMonets jardin d’eau mit dem berühmten Seerosenteich


Vielen Künstlern ist es leider nicht gegönnt, den Erfolg ihres Werks mitzuerleben, ihr Ruhm setzt erst nach ihrem Tod ein. Bei Monet war es anders, er durfte steigenden Preise seiner Bilder am Kunstmarkt noch selbst erleben. Wie sehr sich das auf seinen Wohlstand auswirkte kann man daran ermessen, dass er bis zu sieben Gärtner zur Pflege seines Gartens anstellen konnte, auch wenn er sich selbst zum anerkannten Gartenfachmann weiterbildete. Zur Hochzeit seines Sohnes konnte er ihm ein Haus schenken, dass er am Ortsrand von Giverny zusätzlich erworben hatte.


Monets jardin d’eau mit dem berühmten SeerosenteichMonets jardin d’eau mit dem berühmten SeerosenteichMonets jardin d’eau mit dem berühmten Seerosenteich
Monets jardin d’eau mit dem berühmten SeerosenteichMonets jardin d’eau mit dem berühmten SeerosenteichMonets jardin d’eau mit dem berühmten Seerosenteich


Monets jardin d’eau mit dem berühmten SeerosenteichMonets jardin d’eau mit dem berühmten SeerosenteichMonets jardin d’eau mit dem berühmten Seerosenteich
Monets jardin d’eau mit dem berühmten SeerosenteichMonets jardin d’eau mit dem berühmten SeerosenteichMonets jardin d’eau mit dem berühmten Seerosenteich


Monets jardin d’eau mit dem berühmten SeerosenteichMonets jardin d’eau mit dem berühmten SeerosenteichMonets jardin d’eau mit dem berühmten Seerosenteich
Monets jardin d’eau mit dem berühmten SeerosenteichMonets jardin d’eau mit dem berühmten SeerosenteichMonets jardin d’eau mit dem berühmten SeerosenteichMonets jardin d’eau mit dem berühmten Seerosenteich


Monets jardin d’eau mit dem berühmten SeerosenteichMonets jardin d’eau mit dem berühmten SeerosenteichMonets jardin d’eau mit dem berühmten Seerosenteich
Monets jardin d’eau mit dem berühmten SeerosenteichMonets jardin d’eau mit dem berühmten SeerosenteichMonets jardin d’eau mit dem berühmten Seerosenteich
Monets jardin d’eau mit dem berühmten SeerosenteichMonets jardin d’eau mit dem berühmten SeerosenteichMonets jardin d’eau mit dem berühmten Seerosenteich
Monets Garten in GivernyMonets Garten in GivernyMonet lässt sich gut vermarkten


Strassenseite von Monets Haus in GivernyStrassenseite von Monets Haus in GivernyStrassenseite von Monets Haus in Giverny


Die Berühmtheit, die Monet noch zu Lebzeiten erlangte, zog auch junge Künstler nach Giverny. Monet lehnte allzu engen Kontakt zu seinen Bewunderern jedoch ab, er wollte nicht als Lehrer tätig werden. Die zumeist aus wohlhabenden amerikanischen Familien stammenden jungen Maler wohnten im Hôtel Baudy, in dem ich auch vorzüglich speiste.


Das Hôtel Baudy in GivernyDas Hôtel Baudy in GivernyIn Giverny
In GivernyKirche Sainte-Radegonde in Giverny, auf dem Friedhof ruht MonetKirche Sainte-Radegonde in Giverny, auf dem Friedhof ruht Monet


Danach wanderte ich wieder zurück durch den Ort in Richtung Vernon vorbei an der Dorfkirche Sainte-Radegonde, auf deren Friedhof Monet und seine Familie begraben liegen.

Es gibt so viele Bilder von den Seerosen, die Monet im Zauber des Lichts malte. Zukünftig werde ich mich dabei auch immer an diesen schönen Tag und diesen Ort erinnern.


In GivernyAm Weg zurück von Giverny nach VernonDessert angebotenam WegesrandDessert angebotenam Wegesrand
Idylle an der Seine gegenüber VernonIdylle an der Seine gegenüber VernonÜber die Seine bei Vernon




Übersicht Reise Normandie 2016

  1. Giverny