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Region Fife (22)


Nach der Erkundung der Hauptstadt wagen wir uns in die ländlichen Bereiche vor, die Region Five (korrekt eigentlich Council Area of Fife). Das ist jener Landstrich an der Nordeseeküste zwischen den Flüssen Forth und Tay. Eine recht flache Gegend, die intensiv landwirtschaftlich genutzt wird. (Wer aber bei all dem Getreide dunkles schottisches Vollkornbrot erwartet irrt, die Körner werden scheinbar alle im Norden zur Whiskyerzeugung benötigt, übrig bleibt schlappes Toastbrot =)).


Firth of Forth

Schon kurz nach dem Start in Edinburgh ist der erste Stopp notwendig, um die Brücken über den Firth of Forth zu bewundern, den Mündungsbereich des Flusses Forth. Besonders die 1890 fertiggestellt 2,5 km lange Eisenbahnbrücke ist ein gigantisches Werk aus der Zeit der Industrialisierung. Nach dem Einsturz der Firth of Tay-Brücke kurz vor Baubeginn wurde die Konstruktion massiv verstärkt gebaut, statt Gusseisen kam erstmals im Brückenbau Stahl zur Anwendung. Später wurde eine Straßenbrücke errichtet, bald wird die neue Autobahnbrücke ebenfalls den Firth of Forth überspannen.


Tagesetappe 22Typisches Landschaftsbild der Region FifeBrücke über den Firth of Forth
Brücken über den Firth of Forth
Brücke über den Firth of ForthBrücke über den Firth of ForthBrücke über den Firth of Forth


St. Andrews

Als wollte das Wetter irgendwelche Klischees bestätigen, wechseln sich Sonnenschein und Regen ab, als wir die Kleinstadt St. Andrews erreichen, so wird es leider nichts aus der Runde am Golfplatz, dabei gilt der Ort ja als eine der Wiegen des Golfsports (“Home of Golf”) mit einem der weltweit traditionsreichsten Golfklubs und einem der großen Championships am Course entlang der langen Sandstrände.

Große Bedeutung hat St. Andrews auch als Universitätsstadt, seit 1414 hat die Eliteuniversität große Namen in den Wissenschaften hervorgebracht (und auch ein zukünftiges Königspaar ;-)).


St. AndrewsSt. AndrewsSt. AndrewsSt. Andrews
Nordseeküste bei St. AndrewsNordseeküste bei St. AndrewsNordseeküste bei St. AndrewsNordseeküste bei St. Andrews


Dramatisches ereignete sich im Schloss von St. Andrews. Als im 16. Jhdt. die Missstände in der katholischen Kirche in ganz Europa angeprangert wurden, war der Reformator George Wishart einer der schottischen Wortführer (neben dembekannteren John Knox). Er wurde am 1. März 1546 am Scheiterhaufen vor dem Schloss zum Märtyrer, aber nur drei Monate später ereilte seinem Richter, dem Kardinal David Beaton ein ähnliches Schicksal, als er von Protestanten im Schloss hingerichtet wurde.


Schloss von St. AndrewsSchloss von St. AndrewsSchloss von St. AndrewsSchloss von St. Andrews
Schloss von St. AndrewsSchloss von St. AndrewsSchloss von St. AndrewsSchloss von St. AndrewsSchloss von St. Andrews


Vom 10. bis ins 15. Jhdt. war St. Andrews geistiges und religiöses Zentrum Schottlands. der Legende nach brachte der Hl. Regus die Gebeine des Landespatrons, des Hl. Andreas (die schottische Fahne beinhaltet das Andreaskreuz), im 4. Jhdt. hierher. 1472 wurde St. Andrews zum Erzbistum erhoben. Von 1160 bis 1328 wurde die Kathedrale erbaut, die damals größte Kirche Schottlands. Sie wurde aber in den Wirren der Reformation 1559 zerstört, heute lassen nuir mehr Ruinen die einstige Größe erahnen.


Ruine der Kathedrale von St. AndrewsRuine der Kathedrale von St. AndrewsRuine der Kathedrale von St. AndrewsRuine der Kathedrale von St. Andrews
ImOrt St. AndrewsHoly Trinity Church in St. AndrewsHoly Trinity Church in St. Andrews


Anstruther

Eine Pause muss ja auch mal sein. Es wäre schade, diese in St. Andrews zu verbringen, wenn es im nahen Ort Anstruther die oftmals prämierten schottlandweit bekannten allerbesten Fish ’n’ Chips, einem überall anzutreffenden Nationalgericht, gibt (wie jetzt: mit oder ohne Essig?). Die solcherart prämierte Mahlzeit stilvoll auf einer Bank im kleinen Hafen einzunehmen, dabei auch ein paar Regentropfen abzubekommen, hat ganz sicher zu einer Schottlandreise gehört, loved it.


Der kleine Ort und Fischerhafen von AnstrutherDer kleine Ort und Fischerhafen von AnstrutherDer kleine Ort und Fischerhafen von Anstruther
Der kleine Ort und Fischerhafen von AnstrutherDer kleine Ort und Fischerhafen von AnstrutherDer kleine Ort und Fischerhafen von Anstruther
Fish and Chips (Variante St. Andrews)


Scone Palace

Stilvoll geht es weiter, wenn auch nach einer Fahrt zum nahe der Stadt Perth gelegenen Scone Palace. Im 19. Jhdt. wurde im neugotischen Stil das heutige Schloss von den Earl of Mansfield beauftragt, die Familie bewohnt das Anwesen auch heute noch, eine Besichtigung der Prunkräume im Erdgeschoss lassen wir uns aber natürlich nicht entgehen (leider Fotografieren im Inneren verboten).

Die Geschichte von Scone reicht weit zurück. Nachdem im 9. Jhdt. der legndäre Kenneth MacAlpin die Stämme der Pikten und Skoten geeint hatte und er zum ersten König der Schotten gekrönt wurde, fand dies auf hier auf dem Stone of Scone statt. Jeder schottische König erfuhr auf dem Stein seine Krönung, ab 1296 war er im britischen Krönungsstuhl in der Westminster-Abbey integriert, seit 1996 befindet er sich zusammen mit den schottischen Kronjuwelen im Schloss von Edinburgh und wird nur mehr zu Krönungsfeiern nach London verliehen.


Scone PalaceScone PalaceScone Palace
Scone PalaceScone PalaceScone PalaceScone Palace


Dundee

Letzte Staion des Tage ist Dundee, die am Firth of Tay gelegene viertgrößte Stadt Schottlands.

Dundee gegenüberliegendes Ufer des Firth of TayDie zweite Eisenbahnbrücke über den Firth of Tay, errichtet nach dem tragischen Einsturz des VorgängerbausDie zweite Eisenbahnbrücke über den Firth of Tay, errichtet nach dem tragischen Einsturz des VorgängerbausDie zweite Eisenbahnbrücke über den Firth of Tay, errichtet nach dem tragischen Einsturz des Vorgängerbaus
im Hafen von DundeeHotelGute Nacht!




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