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2018-04-11 - Athen und Ägina zu Ostern
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2018-02-25 - Gedenken an Franz und Sisi
2018-02-07 - Auch mal ein bisschen Schnee in Wien
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2017-07-18 - Burg und Grün in Nové Hrady
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2017-05-18 - Altstadt von Dubrovnik
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Dem Himmel nah - Porta Coeli und Zelena Hora


Auf, auf, die Winterpause ist zu Ende und eine kleine Reise in den Himmel steht bevor. Oder zumindest ein Ausflug unter den Himmel Mährens, von dem die Sonne strahlt.


Kloster Porta Coeli (Himmelspforte)


Erstes Ziel ist Tišnov (deutsch Tischnowitz) etwa 20 km nordwestlich von Brünn im Hügelland gelegen. Nur ein kurzer Fußmarsch ist es zum Vorort Předklášteří, die deutschsprachige Bezeichnung Vorkloster verrät schon etwas, das es dort zu besichtigen gibt. Den Ort mit dem umliegenden Land schenkte 1233 Markgraf Přemysl seiner verwitweten Mutter Konstanze, die dem Orden der Zisterzienserinnen beitrat und dort das Kloster Porta Coeli gründete. Ein Denkmal der Stifterin findet sich an einer Fassade.


Kloster Porta CoeliKloster Porta CoeliFensterrosette an der Klosterkirche
Denkmal der Stifterin Konstanze von UngarnDenkmal der Stifterin Konstanze von UngarnKloster Porta CoeliChristusrelief an Fassade


Im Jahr 1239 war die Klosterkirche Mariä Himmelfahrt fertiggestellt. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist das Portal der spätromanischen Kirche, die Himmelspforte. Beiderseits je sechs auf rankenverzierten Säulenstümpfen stehende Heilige weisen den Weg zur Pforte, über der im Tympanonfeld ein siegreicher Christus segnet. Knieend vor Christus bringen Markgraf Přemysl und seine Mutter Konstanze den Kirchenbau als Opfergabe dar. Beide sind in der Kirche bestattet. Ein wunderschönes Kunstwerk aus der Übergangszeit von der Romanik zur Gotik.


Portal der klosterkirche Maria HimmelfahrtDie Himmelspforte - Porta CoeliDie Himmelspforte - Porta Coeli
Die Himmelspforte - Porta CoeliDie Himmelspforte - Porta CoeliDie Himmelspforte - Porta Coeli
Die Himmelspforte - Porta Coeli Die Himmelspforte - Porta Coeli Die beiden Kirchen der Klosteranlage


Eine detailierte Baubeschreibung liefert das 1859 von Johann Erasmus Wocel verfasste Buch Die Kirche des ehemaligen Cistercienser Nonnenklosters Porta Coeli zu Tišnowic , frei nachzulesen bei Wikisource.

Zeit, dieses vollendete Werk der Steinmetze zu bewundern, blieb mir reichlich, denn die Himmelspforte blieb mir armen Sünder verschlossen. Erst ab Mai startet die Tourismussaison, in der in Tschechien Museen und Schlösser auch wieder wochentags (ausgenommen Montag) geöffnet sind. Das Museum (mit Zutritt zum Kreuzgang) wird als Aussenstelle des Mährischen Landesmuseums Brünn (Link) betrieben und ich hatte gehofft, dass es dehalb erweiterte Öffnungszeiten hat. Auch die Klosterkirche erhoffte ich betreten zu dürfen, wird das Kloster ja seit wenigen Jahren wieder von einigen Nonnen bewohnt, mit einer hoffentlich ruhigeren Zukunft.

Über die Jahrhunderte war das Kloster einem stetigen Kampf ums Überleben ausgesetzt. Im 15. Jahrhundert waren es die Hussitenkriege, die dem Kloster zusetzten, im 17. Jahrhundert kamen im Zuge des Dreißigjährigen Krieges die Schweden vorbei um das Kloster zu plündern. 1782 löste Kaiser Joseph II. mit seinen Reformen die Klostergemeinschaft erstmals auf, ein weiteres Mal tat dies 1950 die kommunistische Führung des Staates. Seit 1989 findet sich nun wieder klösterliches Leben in den Gebäuden.

In den Jahren, in denen das Kloster nicht als solches genutzt wurde, zogen verschiedene Industriebetriebe (Baumwollfärberei, Zuckerfabrik) in die Wirtschaftsgebäude ein, die ich bei einem Rundgang sehen konnte. Während die beiden Kirchen und die inneren Gebäude bereits schön renoviert wurden, warten noch einige aussenliegende marode Gebäude auf die Instandsetzung.


Die Klosteranlage Porta CoeliDie Klosteranlage Porta CoeliDie Klosteranlage Porta Coeli
Die Klosteranlage Porta CoeliDie Klosteranlage Porta CoeliWirtschaftsgebäude des Klosters Porta Coeli
Wirtschaftsgebäude des Klosters Porta CoeliWirtschaftsgebäude des Klosters Porta CoeliPfarrkirche St. Wenzel in Tišnov


Da mir noch Zeit bleib, ging ich ins am Hang liegende Tišnov zum Hauptplatz hoch, mit dem aus 1771 stammenden Rathaus als Blickfang. Während Tišnov noch zur Südmährischen Region (Jihomoravský kraj) gehört, brachte mich die Bahn in ca. einer Stunde in die Region Hochland (Kraj Vysočina) zu meinem nächsten Ziel.





Žďár nad Sázavou


Immerhin über 20 000 Einwohner zählt die Stadt Žďár nad Sázavou, zu deutsch Saar an der Sasau, einem kleinen Fluss, der bereits jenseits der kontinentalen Wasserscheide über Moldau und Elbe nach Norden fließt. Das Rathaus aus dem frühen 17. Jahrhundert ist recht hübsch, recht viel an alter Bausubstanz ist im Stadtzentrum mit seinen üppig bemessenen Grünflächen sonst aber nicht erhalten.


Rathaus und Pestsäule Žďár nad SázavouAm Hauptplatz von Žďár nad SázavouÜberblick über  Žďár nad Sázavou



Schloss bzw. Kloster Žďár nad Sázavou


Gut drei Kilometer musste ich marschieren, um zum Schloss Žďár zu gelangen. Es handelt sich dabei nicht um einen wohlkomponierten Schlossbau, denn vom Gründungsjahr 1252 an bis zur Aufhebung durch die Josephinischen Reformen 1784 bestand es als Klosteranlage. Die späteren adeligen Besitzer benutzen es selbst nur für Jagdaufenthalte, seine Hauptfunktion war die Verwaltung der umliegenden großen Wirtschaftsgüter. Die letzten Besitzer, die Grafen Kinsky wurden 1945 enteignet, erhielten aber wegen ihrer antideutschen Haltung zur Zeit der Nazi-Okkupation einen Teil des Besitzes 1991 restituiert und haben seither die maroden Gebäude aufwendig und sensibel restauriert und zu einem Tourismusziel aufgebaut (Webseite des Schlosses: http://www.zamekzdar.cz/de/).


Die barock Brücke vor dem ehemaligen KlosterDie barock Brücke vor dem ehemaligen KlosterDie barock Brücke vor dem ehemaligen Kloster
Der Hl. Benedikt auf der Brücke vor dem ehemaligen KlosterKlosteranlage ŽďárBesucherzentrum in der ehemaligen Brauerei des Klosters Žďár
Besucherzentrum in der ehemaligen Brauerei des Klosters ŽďárBesucherzentrum in der ehemaligen Brauerei des Klosters ŽďárKlosteranlage Žďár


In den Gebäuden der ehemaligen Klosterbrauerei wurden drei Museen und ein modernes Besucherzentrum stilvoll eingerichtet. Ich freute mich auf eine Kaffeepause unter den Sonnenstrahlen und meldetet mich auch als Gast an. Es war etwas beonderes, ich würde nach der Besichtigung nicht gleich wieder abreisen, sondern hatte eines der Appartments im Schloss gebucht um die Nacht hier zu verbringen. Diese sind im mächtigen, aus dem 13. Jahrhundert stammenden Glockenturm untergebracht. Über eine enge Wendeltreppe erklimmt man die Geschosse und findet seine modern ausgestatteten Zimmer hinter den dicken Mauern. Es war wunderschön, morgens nach dem Aufwachen die Schattenwürfe im Kreuzgewölbe über mir zu sehen.

Umso neugieriger war ich natürlich, die ehemalige Klosteranlage zu durchstreifen. Es ist keine homogene Anlage, sondern ein großer Komplex an Baukörpern und Trakten, die über die Jahrhunderte immer wieder angebaut und erweitert wurden, neue Durchgänge und Höfe wurden den jeweiligen Bedürfnissen entsprechend geschaffen. Zu den ältesten Bauten zählen die Basilika, die im Inneren später barockisiert heute als Stadtpfarrkirche fungiert und der mächtige Glockenturm. Die jüngsten Anbauten wurden zur Zeit des Barock hinzugefügt, dem Architekten Johann Blasius Santini-Aichl ist eines der Museen gewidmet. In der Anlage findet sich auch eine Schule, die auch heute noch als städtische Volksschule betrieben wird und für Lebendigkeit sorgt. Das Kloster des Mittelalters versorgte sich selbst, deshalb gibt es auch eine Fischzucht im Klostergelände und angrenzend zwei große Fischteiche.


Kloster bzw. Schloss Saar
Kloster bzw. Schloss SaarKloster bzw. Schloss SaarKloster bzw. Schloss SaarKloster bzw. Schloss Saar
Kloster bzw. Schloss SaarKloster bzw. Schloss SaarKloster bzw. Schloss Saar


Kloster bzw. Schloss SaarKloster bzw. Schloss SaarKloster bzw. Schloss Saar
Kloster bzw. Schloss SaarKloster bzw. Schloss SaarKloster bzw. Schloss Saar
Kloster bzw. Schloss SaarKloster bzw. Schloss SaarKloster bzw. Schloss Saar


Kloster bzw. Schloss SaarKloster bzw. Schloss SaarKloster bzw. Schloss Saar
Kloster bzw. Schloss SaarKloster bzw. Schloss SaarKloster bzw. Schloss Saar
Kloster bzw. Schloss SaarKloster bzw. Schloss SaarKloster bzw. Schloss Saar


Kloster bzw. Schloss SaarKloster bzw. Schloss SaarKloster bzw. Schloss Saar
Kloster bzw. Schloss SaarKloster bzw. Schloss SaarKloster bzw. Schloss Saar
Kloster bzw. Schloss Saar Kloster bzw. Schloss Saar Kloster bzw. Schloss Saar


Kloster-/Schlossanlage SaarFischzucht des Klosters SaarTeich beim Schloss Saar
Teich beim Schloss Saar



Wallfahrtskirche Zelená Hora


Den ursprünglichen Anreiz, diese Gegend im Hochland zu besuchen, hatte aber ein anderes Bauwerk geliefert, das wegen seines einzigartigen Bauplans als UNESCO-Weltkulturerbe eingestuft wurde. Mit der Heiligsprechung des Johannes Nepomuk beschlossen die Zisterzienser des Klosters, eine Gedächtniskirche auf einem angrenzenden Hügel bauen zu lassen. Bis 1722 wurde dieser einzigartige Bau nach den Plänen des schon angesprochenen Barockarchitekten Johann Blasius Santini-Aichl errichtet (Webseite zu Santini-Aichl). In der Ikonographie wird der Hl. Nepomuk gerne mit fünf Sternen dargestellt. Dies nahm der Architekt als Grundlage, um eine sternförmige Kirche mit fünf Ecken zu entwerfen, in die fünf Seitenkapellen eingefügt sind. Der um die Kirche angelegte Kreuzgang verfügt über fünf Zugänge, zwei mal fünf Kapellen usw. Bis in viele Details wird die Zahl 5 als Basis verwendet. Eine weitere Anspielung an den Hl. Nepomuk gibt es. Gleichnamig zu seinem Gebburtsort wurde auch dieser Hügel Zelená Hora, zu deutsch Grüner Berg oder Grünberg benannt. Ja, es ist tatsächlich etwas einzigartiges, die zur Barockzeit entworfenen „neogotische” Wallfahrtskirche Zelená Hora.


Wallfahrtskirche Zelená HoraWallfahrtskirche Zelená HoraWallfahrtskirche Zelená Hora
Wallfahrtskirche Zelená HoraWallfahrtskirche Zelená HoraWallfahrtskirche Zelená Hora
Wallfahrtskirche Zelená HoraWallfahrtskirche Zelená HoraWallfahrtskirche Zelená Hora


Wallfahrtskirche Zelená HoraKreuzgang der Wallfahrtskirche Zelená HoraKreuzgang der Wallfahrtskirche Zelená Hora
Kreuzgang der Wallfahrtskirche Zelená HoraKreuzgang der Wallfahrtskirche Zelená HoraKreuzgang der Wallfahrtskirche Zelená HoraKreuzgang der Wallfahrtskirche Zelená Hora
Portal der Wallfahrtskirche Zelená HoraPortal der Wallfahrtskirche Zelená HoraInnenraum der Wallfahrtskirche Zelená HoraInnenraum der Wallfahrtskirche Zelená HoraWallfahrtskirche Zelená Hora


Eigentlich wäre auch diese Kirche noch in Winterpause und nicht zugänglich, angehängt an eine Reisegruppe mit Führer im Schlüsselbesitz konnte ich aber wenigstens ganz kurz den ebenso faszinierenden Innenraum besehen. Ausgiebig konnte ich dagegen den fantasievollen Bau im wechselnden Licht des Tages und heraufziehenden Abends bestaunen, bei einigen Gläsern Wein vorm Schlosskaffee. Ich genieße diese ruhigen Stunden immer wieder, wenn anstatt der aufkommenden Eile des notwendigen Aufbruchs zur Heimreise ein entspannter Abend vor mir liegt, an dem eigentlich nur noch die Verkostung der tschechischen Küche als Fixpunkt eingeplant ist. Die Saison ist mit einem schönen Ausflug eröffnet, ich freue mich schon auf weitere.


Wallfahrtskirche Zelená HoraWallfahrtskirche Zelená HoraWallfahrtskirche Zelená Hora
Wallfahrtskirche Zelená HoraWallfahrtskirche Zelená HoraWallfahrtskirche Zelená Hora
Wallfahrtskirche Zelená HoraWallfahrtskirche Zelená HoraWallfahrtskirche Zelená Hora


Wallfahrtskirche Zelená HoraWallfahrtskirche Zelená HoraWallfahrtskirche Zelená Hora
Wallfahrtskirche Zelená HoraWallfahrtskirche Zelená HoraWallfahrtskirche Zelená Hora
Wallfahrtskirche Zelená HoraWallfahrtskirche Zelená HoraWallfahrtskirche Zelená Hora


So sehr ich mich auch bemühte ansprechende Fotos zu gestalten, vom Boden aus ist die Fantasie des Architekten kaum zu erfassen. Da hilft nur ein Schwung in die Lüfte:



Pestkapelle


Eine kleine Sehenswürdigkeit will ich noch erwähnen, die ebenfalls die Handschrift des Architekten Santini trägt. Als um 1709 die Pest in Saar wütete, wurde der Pestfriedhof angelegt. In Anspielung an die Hl. Dreifaltigkeit sah der Entwurf ein Dreieck mit drei Eckkapellen vor, die aber nicht geradlinig verbunden, sondern mit einer konvex-konkaven Mauer zusammengefasst wurden. Bei einer späteren Erweiterung mit einer vierten Kapelle wurde diese Symbolik gestört, heute dient er nicht mehr für Beerdigungen.


Pestfriedhof Žďár nad SázavouPestfriedhof Žďár nad SázavouPestfriedhof Žďár nad Sázavou
Pestfriedhof Žďár nad SázavouBarocker BauernhofDie Aussenseite des Schlosses Saar






2018/04/13 15:40 · hfrank



Athen und Ägina zu Ostern


FIXME - Ich arbeite noch daran, bitte um etwas Geduld.

AthenAthen
AthenAthen





2018/04/13 15:38 · hfrank



Genussfrühstück unter Klimt


Ein frühlingshafter Tag, doch hatte ich eigentlich nicht geplant, mich in die Reihe der ersten Bankerlsitzer einzugliedern und die Sonnenstrahlen aufzuschnappen, sondern wollte mich an etwas Kunst erfreuen. Das ist ein großer Vorzug an der Stadt, man kann wählen, welches der hochrangigen Angebote man gerade wahrnehmen will. So bin ich also vom Museumsquartier doch über die Straße zu Maria-Theresia.


Museumsquartier bei erster FrühlingssonneMaria-Theresia


Selbst wenn man kein einziges Kunstwerk besichtigen will, sobald man ins Kunsthistorische Museum eintritt, ist man in einem. Die Eingangshalle liefert schon einen Vorgeschmack, über die Prunktreppe marschiert wohl niemand ins Hauptgeschoss hoch, ohne begeistert inne zu halten und den prächtigen Dekor zu bewundern.


Kunsthistorisches Museum, EingangshalleKunsthistorisches Museum, EingangshalleKunsthistorisches Museum, Eingangshalle
Kunsthistorisches Museum, PrunktreppeKunsthistorisches Museum, PrunktreppeKunsthistorisches Museum, PrunktreppeKunsthistorisches Museum, Prunktreppe
Kunsthistorisches Museum, PrunktreppeKunsthistorisches Museum, PrunktreppeKunsthistorisches Museum, Prunktreppe


Dabei ist es gar nicht so einfach, die vielen Details zu erfassen, besonders die Bemalungen der Zwickel und Lünetten hoch oben unter den Gewölbebögen sind von unten kaum sichtbar. Dabei sind sie sehr interessant, als Ergänzung und Kontrast zum Neorenaissance, in dem der Museumsbau gehalten ist. Während das Deckengemälde von Mihály Munkácsy noch reine Historienmalerei ist, so schufen bekannte Maler wie Gustav und Ernst Klimt, Franz Matsch und Hans Makart Werke, die bereits auch den Jugendstil aufgreifen (siehe Bilder im Stiegenhaus des Kunsthistorischen Museums). Eine temporär die Hauptstiege überspannende begehbare Brücke bringt die Besucher nun näher an diese Kunstwerke heran und gewährt spannende Einblicke.


Kunsthistorisches MuseumKunsthistorisches MuseumKunsthistorisches MuseumKunsthistorisches Museum
Kunsthistorisches MuseumKunsthistorisches MuseumKunsthistorisches Museum
Kunsthistorisches MuseumKunsthistorisches MuseumKunsthistorisches Museum
Kunsthistorisches MuseumKunsthistorisches MuseumKunsthistorisches Museum


Ach ja, so sehr ich die Kunst auch schätze, es hat mich ja auch etwas anderes hierher geführt. Dass das Kaffeehaus unter der beeindruckenden Kuppel zu meinen Lieblingsplätzen gehört, habe ich ja bereits früher verraten.


Kunsthistorisches Museum Kunsthistorisches MuseumKunsthistorisches Museum



Hauptbücherei Wien


Mit den Büchereien Wien komme ich nur in Kontakt, wenn ich online ebooks ausleihe. Natürlich gibt es dort aber auch einen großen Bestand an „echten” Büchern, vertreten in zahlreichen Filialen in nahezu allen Wiener Bezirken. Seit 2003 hat die die Hauptbücherei ein neues Zuhause, der architektonisch spannende Bau wurde mittig zwischen die Richtungsfahrbahnen des Gürtels, einer an der Stelle des einstigen Linienwalls die Stadt bogenförmig umfassenden vielbefahren und wenig attraktiven Hauptstraße errichtet. Da ich noch nie dort war, wollte ich doch mal einen Blick darauf bzw. davon herab werfen.


Hauptbücherei WienHauptbücherei WienHauptbücherei Wien


So positiv das Angebot der Büchereien auch ist, es mangelt in der Stadt an anderer Stelle. Wohl und sicher habe ich mich bei dem Publikum dort nicht gefühlt und bin rasch wieder abgezogen, kein Polizist stört den Drogenhandel. Es ist schlimm, wie Wien sich entwickelt. Über die Situation am Praterstern habe ich mich schon mal echauf­fiert, es passiert einfach viel zu wenig, um die Situation wieder in den Griff zu bekommen, es ist zum Fürchten 1, 2.









2018/03/09 13:18 · hfrank



Gedenken an Franz und Sisi


Der beginnende Wintertag trübte sich für strahlende Fotos zwar zu rasch ein, ein kleiner Spaziergang und etwas Heimatkunde schadeten mir trotzdem nicht. Gestartet bin ich auf der Donauinsel. Ich finde es immer wieder toll, wie aus der technischen Maßnahme zum Hochwasserschutz ein Erholungsgebiet wurde, eine 20 km lange naturnahe Insel als Freizeitgebiet in der Donau mitten durch die Stadt.


Hochbauten auf der Donauplatte und ReichsbrückeNaturnahes Erholungs- und Freizeitgebiet nahe an der StadtBlick nach Norden zum Kahlenberg


Über die Reichsbrücke begebe ich mich wieder auf die westliche, der Innenstadt zugewandte Donauseite. Manchmal schaukelt die Brücke etwas, wenn eine U-Bahn im Brückenbauch vorbeifährt. Was würde der Kaiser wohl dazu sagen, wenn er die moderne Stadt noch erlebt hätte? Ihm ist das Bauwerk gewidmet, das prominent am Donauufer steht, die Franz-von-Assisi-Kirche.


Die Franz-von-Assisi-Kirche am DonauuferNeben der Reichsbrücke warten die TwincityLiner auf die nächste Fahrt nach Bratislava, dahinter die Franz-von-Assisi-KircheNeben der Reichsbrücke warten die TwincityLiner auf die nächste Fahrt nach Bratislava, dahinter die Franz-von-Assisi-Kirche


Franz-von-Assisi-Kirche


Im Jahr 1898 feierte Kaiser Franz Joseph I. sein 50jähriges Thronjubiläum. Durch die kurz davor durchgeführte Donauregulierung gehörten die jährlichen Überschwemmungen nun der Geschichte an und Wohnviertel im 2. Gemeindebezirk (Leopoldstadt) enstanden nun rasch bis zu Donau hin, bloß eine Kirche für die Bewohner fehlte noch. So wurde beschlossen, den Kaiser mit einer Jubiläumskirche an dieser Stelle zu ehren. Geweiht sollte sie seinem Namenspatron Franz von Assisi werden. Denn Wettbewerb gewann ein Plan, der sich am rheinisch-romanischen Stil orientierte, insbesondere die Kölner Kirche Groß St. Martin mit dem markanten Vierungsturm diente als Vorbild. 1910 konnte Seine Majestät persönlich den Spatenstich zum Baubeginn vornehmen.


Franz-von-Assisi-KircheFranz-von-Assisi-KircheFranz-von-Assisi-Kirche
Franz-von-Assisi-KircheFranz-von-Assisi-KircheFranz-von-Assisi-Kirche


Von aussen sieht die Kirche mit dem mächtigen 73 m hohen Turm über der zentralen Kupel beeindruckend aus. Finanziert wurde das Bauwerk mit Spenden, die die Städte der Monarchie aufbringen sollten. Hier enstand ein Problem, gegen Ende der Monarchie war man kaum mehr Willens, für den greisen Kaiser Spendengelder in die Hauptstadt zu überweisen, die Einnahmen bleiben weit hinter den Erwartungen zurück. Das machte Bauaufschübe und Umplanungen notwendig. Von der gedachten prunkvollen Innenausstattung blieb kaum etwas übrig, die ursprünglich geplanten Seitenkapellen wurden gestrichen, es blieb nicht einmal genug Geld übrig, um sich Bilder als Wandschmuck leisten zu können. Die provisorischen hölzernen Vordächer über den Eingängen stehen immer noch. Der Kaiser kam wieder persönlich, als 1913 die Einweihungsfeierlichkeit stattfand, gebaut wurde aber selbst nach dem Ersten Weltkrieg noch immer. Deshalb war ich etwas enttäuscht, als ich die Kirche nun erstmals betrat. Das Äussere verspricht viel mehr, als der schmucklose Innenraum dann hergibt. Die Kuppel ist wegen dem darüber aufragenden Turm fensterlos und aus Geldmangel schmucklos und somit ein bedrohlich finsteres Loch in der Kirchendecke.


Franz-von-Assisi-KircheFranz-von-Assisi-KircheFranz-von-Assisi-Kirche
Franz-von-Assisi-KircheFranz-von-Assisi-KircheFranz-von-Assisi-Kirche
Franz-von-Assisi-KircheFranz-von-Assisi-Kirche, Seitenaltar und Zugang zur ElisabethkapelleFranz-von-Assisi-Kirche, Wendeltreppe zur Empore der ElisabethkapelleFranz-von-Assisi-Kirche


Elisabethkapelle

Bei einem Rundgang durch die Kirche traut man seinen Augen nicht, wenn man in die ans linke Seitenschiff anschließende Kapelle sieht. Hier war in der Planung eine Taufkapelle vorgesehen, doch ein Ereignis änderte die Widmung. 1998 wurde Elisabeth (Sisi), die Gemahlin von Kaiser Franz Joseph I., in Genf ermordet. Die Kapelle sollte nun ihr zu Ehren eine Widmung als Kaiserin-Elisabeth-Gedächtniskapelle erfahren. Finanziert wurde die Kapelle unabhängig vom Kirchenbau durch das Rote Kreuz, bei dem Elisabeth ein Ehrenamt inne gehabt hatte. Im Roten Kreuz waren die Damen des Adels sehr engagiert, so dass eine Sammlung für den Kapellenbau eine unerwartet hohe Summe einbrachte. Bei der Kapellenausgestaltung musste nicht gespart werden, nur edelste Materialien kamen zum Einsatz und die künstlerischen Entwürfe wurden von den besten Handwerkern umgesetzt.

Bei der Planung sollte passend zum Kirchenbau wieder der romanische Stil Anwendung finden, man nahm sich für die Bauform die Pfalzkapelle des Aachener Doms zum Vorbild, dazu für den Mosaikschmuck von byzantinischen Handwerkern gestaltete Kirchen in Italien (Ravenna und Palermo), für die Wandvertäfelungen dienten Kirchen der Toskana als Vorlage und die Bodengestaltung guckte man in römischen Kirchen ab. Gewürzt wird die prachtvolle neoromanische Kapelle noch mit etwas zur Errichtungszeit zeitgenössischem, die Engel im Kuppelmosaik und der Altar sind dem Jugendstil zuzurechnen, ebenso wie das Medaillon über der Apsis, das die Patronin der Kapelle, die Heilige Elisabeth von Thüringen, darstellt.


ElisabethkapelleElisabethkapelleElisabethkapelle
ElisabethkapelleElisabethkapelleElisabethkapelleElisabethkapelle


Eine kleine Sensation also, diese wundervolle reich und edel geschmückte Kapelle in der Ecke der Kirche in Sparausführung vorzufinden. Dieses Schmuckstück ist eindeutig viel zu wenig bekannt, es sollte in der Liste der Kunstschätze der Stadt einen wichtigeren Platz einnehmen.

Interessant und lesenswert zur Elisabeth-Gedächtniskapelle ist die kunstgeschichtliche Dissertation von Magª.phil. Liselotte Schwab an der Universität Wien.






2018/02/25 01:46 · hfrank



Auch mal ein bisschen Schnee in Wien


Das man den Winter anhand einer weißen Pracht auch in Wien bemerkt, das ist ja nicht selbstverständlich. So haben mich die dicken Flocken doch ins Freie gelockt zu einem kleinen Spaziergang duch den Vorort, dem für seine in den Heurigen zu verkostenden Weine bekannten, Grinzing.

Im Zentrum steht die Pfarrkirche Grinzing, die nach den Türkenbelagerungen immer wieder aufgebaut werden musste, zuletzt also um 1690. Sie wird vom Stift Klosterneuburg aus betreut. Auf der bekannten Orgel spielten schon Beethoven und Schubert.


Wien, Pfarrkirche Grinzing (1690)Wien, Pfarrkirche Grinzing (1690)Wien, Pfarrkirche Grinzing (1690)


Etwas ins Tal hinab kommt man an der Heiligenstädter Pfarrkirche St. Michael vorbei. Der gotische Vorgängerbau war so desolat, dass er abgerissen und um 1890 durch einen neugotischen Nachfolgebau ersetzt wurde.


Wien, Heiligenstädter Pfarrkirche St. Michael (1898)Wien, Heiligenstädter Pfarrkirche St. Michael (1898)Wien, Heiligenstädter Pfarrkirche St. Michael (1898)


Gleich daneben befindet sich das zu einem Museum ausgestaltete Beeethoven-Haus, in dem der Komponist Ludwig van Beethoven den Sommer 1802 verbrachte. Davon habe ich ja schon mal berichtet. Beethoven verbrachte aber fast jeden Sommer ausserhalb der heißen Innenstadt, mehrere davon in Heiligenstadt. So gibt es direkt an der Grinzinger Hauptstraße noch ein weiteres Haus, in dem er für einige Monate weilte. Irgendwann in den Jahren zwischen 1804 bis 1808 war zufällig gleichzeitig auch der junge, später als Schriftsteller bekannte, Franz Grillparzer mit seiner Mutter auf Sommerfrische im selben Haus. Möglicherweise ist es eine Legende, dass Beethoven die Arbeit an der 6. Symphonie „Pastorale” bis zu seiner Abreise unterbrach, nachdem er Grillparzers Mutter an der Wohnungstür den Klavierklängen des Kompinisten lauschend erwischte. Keine Legende ist, dass 1827 die Grabrede zu Ehren des verstorbenen Komponisten von Franz Grillparzer verfasst wurde.


Heiligenstadt, Beethoven-Grillparzer-Haus


Weniger Hochkultur findet man in dem gewaltigen Wohnkomplex, der sich gegenüber dem Bahnhof Heiligenstadt erstreckt. Über 1100 m lang ist der Karl-Marx-Hof, der 1930 im Rahmen der sozialdemokratischen Wohnbauoffensive (das „Rote Wien”) eröffnet wurde und der für mehr als 5000 Personen Heim ist. In den umfangreichen Grünanlagen entlang der Bauachse (vier Straßenbahnhaltestellen lang!) ist auch der Winter eingekehrt, in schönem Kontrast zum frischen Obst an den Sträuchern.


Wien, Karl-Marx-Hof im WinterWien, Karl-Marx-Hof im WinterWien, Karl-Marx-Hof im Winter
Wien, Karl-Marx-Hof im WinterWien, Karl-Marx-Hof im WinterWien, Karl-Marx-Hof im Winter







2018/02/07 17:39 · hfrank

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