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2014-04-18 - Römerstadt Vindobona
2014-04-05 - Frühlingsduft und Vergänglichkeit in St. Marx
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2014-02-20 - Tempel am Karlsplatz
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2013
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2013-11-08 - Besuch beim Nachbarn Johann Strauss
2013-11-03 - Wiener Ziegelmuseum
2013-11-01 - Herbstwanderung Troppberg
2013-10-26 - Stadtgeschichte am Nationalfeiertag
2013-10-15 - Herbstfarben am Friedhof
2013-10-02 - Orgelmusik erhellt die dunkle Jahreshälfte
2013-10-01 - Hofburg und Tafelsilber
2013-09-26 - Möbel und Architektur in Museen
2013-09-24 - Ein Palast für Kaiser und Könige
2013-09-20 - Ausblicke
2013-09-18 - Auf dem Kriegspfad
2013/09/16 - Ich gehe ins Kloster
2013/09/10 - Wein und Aussicht
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2013/07/20 - Schiffsfahrt in Wien
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2013/01/15 - Winter - die märchenhafte Seite davon
2013/01/05 - Licht in den Regentag








Römerstadt Vindobona


Es ist kein Zufall, dass in Wien an den römische Kaiser Marc Aurel (Kaiser 161-180) ein Straßenname erinnert, denn im Zuge der Markomannenkriege hielt er sich jahrelang an der Donaugrenze (Pannonischer Limes) des Großreiches auf und auch der Tod in Form der Pest ereilte ihn hier.

Bis zu 20 000 Einwohner zählte die Römerstadt Vindobona, deren Zentrum das mit Graben und Steinmauern befestigte Legionslager bildete. Auch die Gebäude des Militärstützpunkes waren durchwegs aus Stein. Vom 1. bis ins 5. Jhdt. hatte dieser militärische Grenzposten des Römischen Reichs Bestand.


Kaiser Marc Aurel an einer HausfassadeVindobona an der Donau, dieser Donauarm ist heute der DonaukanalDer Verlauf der Mauern des Legionslagers mit den abgerundeten Ecken findet sich in den Straßenzügen des Wiener Stadtzentrums wieder. Der dunkler markierte Nordteil wurde bei einem Hangrutsch zerstört. (Kartenquelle: ©openstreetmap.org)
Kaiser Marc Aurel an einer Hausfassade Vindobona an der Donau, dieser Donauarm ist heute der Donaukanal Der verlauf der Mauern des Legionslagers mit den abgerundeten Ecken findet sich in den Straßenzügen des Wiener Stadtzentrums wieder


Diese Besiedelung hinterließ natürlich auch Spuren. bereits aus der Barockzeit sind Funde, die bei Bauarbeiten ans Tageslicht kamen, verzeichnet und auch heute stossen die Arbeiter bei Bauarbeiten immer wieder auf Fundstücke (sichtbar z.B. mitten am Michaelerplatz). Systematische Grabungen sind im dicht verbauten Stadtzentreum aber nicht möglich. Da die Anlage römischer Lagerstädte einem festgelegten Schema folgen, können auch kleinere Funde oft gut zugeordnet werden. Eine museale Sammlung wurde durch einen Bombentreffer des 2. Weltkriegs vernichtet. 1948 wurden am Hohen Markt (siehe auch Stadtgeschichte am Nationalfeiertag) Reste der Tribunenhäuser freigelegt, in einem angrenzenden Haus wurde das Römermuseum untergebracht, in dem ganz toll aufbereitet die Geschichte des römischen Wiens und viele Aspekte des damaligen Lebens (z.B. Handwerk, Handel, Ernährung, Hygiene) mit Videoanimationen und Fundstücken präsentiert werden, im Kellergeschoß sind die Grabungen unter dem Hohen Markt zugänglich. Neben der gelungen architektonischen Gestaltung der schmalen Schauräume wurde auch besonderes Augenmerk auf Erlebbarkeit für jüngere Besucher gelegt, nicht zu Unrecht ein ausgezeichnetes kleines Museum.

Und auch wenn mir einiges aus der Geschichte bekannt war, so gibt es doch auch neues zu erfahren, so die Ereknntnis, dass die Legionsstadt seine Wasserversorgung über eine 17 km lange Leitung aus dem heutigen 23. Stadtbezirk sicherte, eine Errungenschaft die erst sehr spät wieder erreicht wurde.


Relief Herkules im Kampf mit KyknosGenius einer ZenturieRömischer Kanaldeckel
Relief Herkules im Kampf mit Kyknos Genius einer Zenturie Römischer Kanaldeckel


Römische GebrauchsgegenständeSchmuckfundeBronzestatuetten aus Hausschreinen
Römische Gebrauchsgegenstände Schmuckfunde Bronzestatuetten aus Hausschreinen


Gelungene Museumsgestaltung im Römermuseum WienGrabungen der Tribunenhäuser im KellergeschoßFußbodenheizung eines Tribunenhauses
Gelungene Museumsgestaltung im Römermuseum Grabungen der Tribunenhäuser im Kellergeschoß Fußbodenheizung eines Tribunenhauses

Im Römermuseum am Hohen Markt

Gelungen gestaltetes Römermuseum WienTerrassenkante vom Donaukanal zur Ruprechtskirche war FestungsgrenzeDie Naglergasse folgt dem Verlauf der Römischen LegionsstadtmauerDie Hohe Brücke überquert den Tiefen Graben, einst Römerstadtgrenze
Gelungen gestaltetes Römermuseum Terrassenkante vom Donaukanal zur Ruprechtskirche Die Naglergasse folgt dem Verlauf der Römischen Legionsstadtmauer Die Hohe Brücke überquert den Tiefen Graben, einst Römerstadtgrenze


Die befestigte Legionsstadt befand sich auf der natürlichen Terrasse, die ungefähr das nordöstliche Viertel des heutigen 1. Bezirks Innere Stadt ausmacht. Natürlichen Schutz boten der angrenzende Donauarm (heute Donaukanal) und die Vertiefung des Ottakringer Baches (heute kanalisiert unter dem Straßenzug des Tiefen Grabens). Dort, wo sich heute Rothenturmstraße und Graben befinden, waren die Schutzgräben und Stadtmauern, der Stephansplat war ungefähr eine Kastellecke. Wie zu merken ist, haben sich die Gräben in den Straßennamen erhalten. sie wurden erst im 13. Jhdt. unter den Babenbergerherzögen zugeschüttet, als die Stadt erweitert wurde und die bis ins 19. Jhdt. bestehenden Stadtmauern darum errichtet wurden.


Die Naglergasse folgt dem Verlauf der Römischen LegionsstadtmauerDie Wipplinger Straße überquert auf der Hohe Brücke den Tiefen Graben, einst RömerstadtgrenzeAuf der Hohen Brücke, an dieser Stelle führte die Straße durchs  Westtor (porta principalis sinistra) aus der Römerstadt
Die Naglergasse folgt dem Verlauf der Römischen Legionsstadtmauer Die Hohe Brücke überquert den Tiefen Graben, einst Römerstadtgrenze Auf der Hohen Brücke, an dieser Stelle führte die Limesstraße durchs Westtor (porta principalis sinistra) aus der Römerstadt