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Noch eins der mährischen Schlösser - Milotice


Es ist ja nicht so, dass mir ausser mährischen Schlössern nichts einfallen würde, nur sperren diese bald alle in die Winterpause, deshalb habe ich mir noch eines ausgesucht, die interessanten Städte Brünn, Olmütz und Znaim haben keine Schließzeiten.

Also wieder einmal auf über die Grenze nach Břeclav und von dort weiter entlang der March, die die südöstliche Grenze Tschechiens zur Slowakei bildet, in die Kleinstadt Hodonín, unter dem deutschen Namen Göding war sie in der Monarchie u.a. als Jagdgebiet bekannt. Wie die praktische Webseite des Südmährischen Verkehrsverbundes meint, gibt es von dort eine gute Busverbindung ins 12 km nördlich gelegene Dorf Milotice u Kyjova (deutsch Milotitz). Die Theorie stimmt auch und ich komme stressfrei dort an.


Umsteigen im Bahnhof BřeclavUmsteigen im Bahnhof Břeclav Richtung HodoninMit dem Bus nach Milotice


Beim letzten Ausflug habe ich die schöne Morgenstimmung als Zeichen des Aufbruchs interpretiert. Diesmal ist's ein Soundtrack, bei dem ich beim Träumen aus dem Fenster hängen geblieben bin, der mir das Gefühl gab, immer höher über der Landschaft zu schweben.


Aber wieder zurück auf den Boden von Milotice. Den Ort würde ich gar nicht kennen, gäbe es dort nicht das Schloss Milotice. Bereits im 14. Jhdt. stand an dieser Stelle eine Burg mit Wassergraben, der nicht zur Gänze verschwunden ist. Nach oftmaligen Besitzerwechseln bleib das Schloss dann über hunderte Jahre im Besitz des in den Hochadel aufgestiegenen ursprünglich aus Ungarn stammenden Geschlechts Serényi von Kis-Serény, die sich beispielsweise in den Kämpfen um die Erste Wiener Türkenbelagerung verdient gemacht hat, das aber im 19. Jhdt. erlosch. Das Blau-Weiße-Karomuster im Wappen durfte die Familie übrigens nach der Rettung eines Bayernkönigs, der sich in einer Schlacht zu weit vorgewagt hatte, verwenden.


Das war einmal eine wehrhafte Burgmauerzugang zum Schlossplatz über den ehemaligen BurggrabenEngel und Vasen schmücken die Brücke


Eine mit Figuren geschmückte Brücke über den ehemaligen Burggraben führt zum Schlossvorplatz. Bereits hier ist zu erkennen, was den besonderen Reiz dieses Schlosses ausmacht. Es wurden mehrfach Umbauten vorgenommen, zuletzt im 18. Jhdt. eine Barockisierung, die aber nie so radikal waren, dass sie den Eindruck vollkommen bestimmen. Ist von aussen noch die Struktur der Burganlage eindeutig vorhanden, ..


Wappen der Serényi von Kis-Serény am Prunktor und an der SchlossfassadeUnverkennbar die Form einer mittelalterlichen Burg im Gewand des BarocksUnverkennbar die Form einer mittelalterlichen Burg im Gewand des Barocks
Schloss Milotice und Schlossvorplatz


… so findet man im Innenhofes Rennaisanceelemente, besonders der umlaufende Arkadengang ist dafür typisch.

Diese Stilvielfalt setzt sich auch im Inneren fort, wie ich bei einem geführten Rundgang durch die Beletage bewundern konnte. Wieder war diese in tschechischer Sprache, aber mit dem hervorragenden Deutschen Heft mit Beschreibungen bleibt man nicht ahnungslos. Es finden sich Röume aus allen Epochen des Bestehens, besonders schön sind der Festsaal und die Schlosskapelle. Nie fand ein Gesamtumbau statt, sondern jede Generation der Besitzer ließ einzelne Räume ihren Bedürfniussen anpassen. Leider herrscht auch diesmal wieder Fotografierverbot, auf der Homepage des Schlosses finden sich aber Bilder der Räume. Bei zwei Fotos von der vorder- und Rückseite des Schlosses konnte ich es aber trotzdem nicht belassen, es ist schon wieder ein ganzer Haufen an Aufnahmen mitgekommen.


Sala TerrenaDer Innenhof des Schlosses Milotice mit schönen Arkadenbögen im Stil der RennaisanceDer Innenhof des Schlosses Milotice mit schönen Arkadenbögen
Der Innenhof des Schlosses Milotice mit schönen ArkadenbögenDer Innenhof des Schlosses Milotice mit schönen ArkadenbögenDer Innenhof des Schlosses Milotice mit schönen Arkadenbögen
Der Innenhof des Schlosses Milotice mit schönen ArkadenbögenIm Innenhof des Schlosses MiloticeIm Innenhof des Schlosses Milotice
Im Innenhof des Schlosses MiloticePortal zum SchlossgartenPortal zum Schlossgarten


Die Gartenseite des Schlosses wird dominiert von einer schönen Freitreppe, über die man auf eine Terrasse gelangt, vor der sich der Garten ausbreitet.


Die Gartenseite von Schloss MiloticeDie Gartenseite von Schloss MiloticeDie Gartenseite von Schloss MiloticeDie Gartenseite von Schloss Milotice
Die Gartenseite von Schloss MiloticeRosenbeete im Schlossgarten verbreiten herrlichen DuftDie Freitreppe als Blickfang


Die Freitreppe führt vom Festsaal direk tin den GartenDie Freitreppe führt vom Festsaal direk tin den GartenDie Freitreppe führt vom Festsaal direk tin den GartenDie Freitreppe führt vom Festsaal direk tin den GartenKein Blick in die gediegen ausgestalteten Innenräume


Die Terrasse


Von der Terrasse hat man einen Blick über den SchlossgartenDie Ortschaft Milotice schließt an den SchlossgartenanAuf der Terrasse vorm Schloss
Auf der Terrasse vorm Schloss, Blick zur DorfkircheMit viel Mühe wird das Schloss lebendig gehaltenSeitlich an die Terrasse befinden sich als Orangerie genützte Gebäude, vermutlich warenheir früher die Ecktürme der Wehranlage


In der Orangerie ist eine Daueraustellung über Skulpturenschmuck in Mähren untergebracht, darunter auch Originalstatuen aus Austerlitz.


Seitlich an die Terrasse befinden sich als Orangerie genützte Gebäude, vermutlich warenheir früher die Ecktürme der WehranlageIn den Orangeriegebäuden sind Skulpturen aus ganz Mähren ausgestelltArmor und Psyche, erschaffen von Giovanni Giuliani stand ursprünglichin AusterlitzArmor und Psyche posieren vor mir
Die Gartenseite von Schloss MiloticeDie Gartenseite von Schloss MiloticeDie Gartenseite von Schloss MiloticeDie Gartenseite von Schloss Milotice
Die Gartenseite von Schloss MiloticeEine leuchtende Seerose im Becken eiens der ZierbrunnenDie Gartenseite von Schloss MiloticeDie Gartenseite von Schloss Milotice
Die Gartenseite von Schloss MiloticeDie Gartenseite von Schloss MiloticeDie Gartenseite von Schloss MiloticeDie Gartenseite von Schloss Milotice
Freitreppe in den SchlossgartenFreitreppe in den SchlossgartenRomantische Laubengänge an beiden Seiten des Schlossgartens


Gänsebraten für den Fürsten?Nicht geradlinig ist die gewachsene SeitenfrontNicht geradlinig ist die gewachsene Seitenfront


So wie 1945 die gesamte deutschsprachige Bevölkerung aus der (wieder-)entstandenen Tschechoslowakei brutal vetrieben und enteignet wurde, erging es auch den Erben des Schlosses. Nach dem Ende des Kommunismus hat man sich wieder des Werts der Kulturgüter erinnert und mit großem Aufwand wurden diese saniert, sehr zur Freude von Besuchern wie mir.


Die Gartenseite von Schloss Milotice im Wechsel der LichtverhältnisseDie Gartenseite von Schloss Milotice im Wechsel der LichtverhältnisseDie Gartenseite von Schloss Milotice im Wechsel der LichtverhältnisseDie Gartenseite von Schloss Milotice im Wechsel der Lichtverhältnisse
Lichtstimmung über dem SchlosshofAbschied von den Puten auf der BrückeDorfkirche von Milotice


Wieder war's ein Ausflug, der mich über die bei uns so wenig bekannten Sehenswürdigkeiten Mährens staunen ließ, denn mich hat Schloss Milotice begeistert.