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In Eisenstadt bei Eszterházy und Haydn


Eigentlich ziemlich müde würde ich es doch allzu schade finden, das ganze Wochenende zu verschlafen, noch dazu wenn das Wintergrau einmal von einem Sonnentag durchbrochen wird. Die tschechischen Schlösser liegen in Winterruhe - aber halt - nicht alle Schlösser sind verschlossen. Mir fällt da eins in der Umgebung von Wien ein, das ich mir mal ansehen wollte. So nah es eigentlich auch ist, es ist eine kleine Entdeckungsreise. Zum ersten bin ich erstaunt, dass Eisenstadt, mit 14 000 Einwohnern die kleinste Landeshauptstadt Österreichs, im Stundentakt per Bahn erreichbar ist. Und noch mehr, dass Burgenlands Landeshauptstadt ein recht hübsches Städtchen ist. Irgendwie habe ich ja vom Burgenland keine allzu hohe Meinung („würde es gerne gegen Triest eintauschen” ;-)) nach meinen zwei Besuchen am Neusiedler See. Das erhoffte vergnügliche Bad an der Ostseite erwies sich als ekeliges Waten im Matsch, an der Westseite gab es anstatt Seeblick nur ein Dickicht aus Schilf zu sehen. Doch ein Bad im See ist heute ja eh nicht vorgesehen, und Eisenstadt hinterlässt einen sehr schönen Eindruck.


Mit der Bahn nach EisenstadtBlick vom Schloss zum HauptplatzÜbersicht Eisenstadt



Schloss Esterházy

Die Hauptsehenswürdigkeit ist natürlich das Schloss Esterházy. Die ursprüngliche gotische Burg aus dem 13. Jahrhundert wurde als Lehen immer wieder an andere regionale Kleinadelige vergeben. Ab dem Jahr 1622 wurde es von der Familie Esterházy de Galántha bewohnt. Diese aus dem slowakisch-ungarischen Raum stammende Adelsfamilie brachte es im Lauf der Jahrhunderte zu sehr großem Reichtum und zur Erhebung in den Fürstenstand. Hilfreich waren dabei der Übertritt zum Katholizismus und die Treue zum habsburgischen Kaiserhaus sowie die Lage ihrer Güter im östlichen Reichsteil, die mehrfach von den vorrückenden Osmanen bedroht waren, so dass sie viel Geld in den Unterhalt des Heeres zu stecken bereit waren.


Schloss Esterházy in EisenstadtSchloss Esterházy in EisenstadtSchloss Esterházy in Eisenstadt
Schloss Esterházy in EisenstadtSchloss Esterházy in EisenstadtSchloss Esterházy in Eisenstadt


Zur Mitte des 17. Jahrhundersts wurde die gotische Anlage großzügig umgebaut und erweitert. Der Baumeister Carlo Martino Carlone, der auch den Amalientrakt der Wiener Hofburg geplant hatte, ließ ein Schloss im prächtigen Barockstil entstehen.


Schloss Esterházy in EisenstadtSchloss Esterházy in EisenstadtSchloss Esterházy in Eisenstadt
Schloss Esterházy in EisenstadtSchloss Esterházy in EisenstadtWappen der Esterházy im Schloss


Wobei der Prunk nicht so sehr an der Fassadengestaltung zu sehen ist, dafür aber umso mehr in der Ausgestaltung der Innenräume. Am beeindruckendsten ist der große Festsaal. Von 1761 bis 1790 wurden die Bälle und Feste ebenso wie die kirchlichen Anlässe vom Kapellmeister der Esterházys gestaltet, den wir auch heute noch in großer Erinnerung behalten. Joseph Haydn verbrachte mit der Fürstenfamilie die Winter im Wiener Stadtpalais, das übrige Jahr hier im Familiensitz in Eisenstadt oder im östlich des Neusiedler Sees im heutigen Ungarn (Fertőd) gelegenen Sommerschloss Eszterháza, stetig verpflichtet die Fürsten mit neuen Werken zu beeindrucken. Mit der Bekanntheit des Kapellmeisters wundert es nicht, dass der Festsaal heute als Haydnsaal benannt ist und ganzjährig für Veranstaltungen genutzt wird.


Haydnsaal im Schloss Eszterházy in EisenstadtHaydnsaal im Schloss Eszterházy in EisenstadtHaydnsaal im Schloss Eszterházy in Eisenstadt
Haydnsaal im Schloss Eszterházy in EisenstadtHaydnsaal im Schloss Eszterházy in EisenstadtEmpiresaal im Schloss Eszterházy in Eisenstadt


Aber auch die weiteren Repräsentations- und Wohngemächer sind teuer und stilvoll ausgestattet. Der Mode seiner entsprechend findet man wie auf vielen Schlösser auch heir chinesisch ausgestattete Reäume, hier gleich mehrere davon. Die Gemälde an den Wänden erzählen in den Portraits die Geschichte der Heiratspolitik des Hochadels, mit vielen bekannten anderen Adelshäusern bestehen durch (arangierte) Hochzeiten verwandschaftliche Beziehungen.


Spiegelsaal im Schloss EszterházySpiegelsaal im Schloss EszterházyIm Schloss Eszterházy
Im Schloss EszterházySchlosskapelle im Schloss EszterházySchlosskapelle im Schloss Eszterházy


An der Rückseite des Schlosses schließt ein großer Park an. Ursprünglich bestanden barocke Blumenparterren, die aber einer späteren Mode entsprechend aufgelassen und in einen englischen Landschaftsgarten mit teilweise seltenen Gehölzern umgestaltet wurden. Der an einem Hang gelegene Park verfügt über mehrere Teiche, die auch bewässert werden mussten. Im Maschinenhaus stand dazu die erste Dampfmaschine der österreichischen Monarchie, aus England importiert von einem gewissen Herrn Watt. Diese technische Neuerung wurde natürlich von den Gästen der Fürstenfamilie bestaunt, ebenso wie die kunstsinnige Sammlung. Kunstvoll ist auch der kleine Leopoldinentempel, der 1822 als Interpretation des Sibyllentempels am Tivoli in Rom auf einem künstlichen Felsen errichtet wurde. Er sollte auch als zartes Gegengewicht zu der geplanten mächtigen Schlosserweiterung dienen. Seitenflügel mit Theater und Gemäldegalerie waren geplant, kamen aber wegen der hohen Kosten der napoleonischen Kriege nicht zustande. Ein Teil der exotischen Pflanzen und Gehölze ist nicht winterfest und muss in den Glashäusern der Orangerie die Wintermonate verbringen. Wobei die Sonne den Rest ihrer Kraft spüren ließ, so dass sich für begrenzte Zeit die angenehmen Strahlen auf einer der windgeschützten Parkbänke genießen lassen konnten.


Gartenseite des Schlosses EszterházyLeopoldinentempel im Eisenstädter SchlossparkLeopoldinentempel im Eisenstädter Schlosspark
Leopoldinentempel im Eisenstädter SchlossparkLeopoldinentempel im Eisenstädter SchlossparkEnte im Eisenstädter Schlosspark


OrangerieOrangerieOrangerie
OrangerieEhemaliges Maschinenhaus der PumpanlagenIm Schlosspark in Eisenstadt


Die Fürsten Eszterházy ereilte ein ähnliches Schicksal, wie ich es bei tschechischen Adelsbesitzungen schon oftmals vernommen hatte. Die kommunistische Führung ab 1945 beschlagnahmte die reichen Güter der Familie in Ungarn, wer nicht geflohen war landete nach Schauprozess im Gefängniss. Von einer totalen Verarmung kann trotzdem nicht die Rede sein, nach dem Zweiten Weltkrieg war noch ein Sechstel der Fläche Burgenlands in Familienbesitz, der auf politischen Druck hin aber reduziert wurde. Auch wenn das Schloss in Eisenstadt seit dem Ableben der letzten Fürstin nicht von den Eszterházys bewohnt wird, so lenkt man von hier aus die Geschicke der Familienstiftung.



Bergkirche (Haydnkirche)


Als die Eszterházys Eisenstadt übernahmen, gab es da einen kleinen Schönheitsfehler. Die Stadt war bereits Freistadt, unterstand also nicht mehr dem örtlichen Fürsten (z.B. Gerichtsbarkeit). Wie konnte dieser Makel ausgebessert werden? Es wurde ein neuer Stadtteil gegründet, der (damals) ausserhalb der Grenzen der Freistadt lag und somit voll dem fürstlichen Herrschaftsbereich unterstand.

Dort wurde eine große Wallfahrtskirche erbaut, die Errichtung der Bergkirche zog sich von 1715 bis 1803 hin. Diese wurde notwendig, nachdem der direkt an die Kirche anschließende Kalvarienberg zahlreiche Pilger anlockte. Ab 1701 wurde dieser Kreuzweg nach dem Vorbild von Maria Lanzendorf bei Wien im Auftrag des Fürsten gestaltet.

Die Bergkirche wird auch als Haydnkirche bezeichnet. Nicht weil Joseph Haydn die Disposition der Orgel vorgab, sondern weil der Komponist in einer Gruft der Kirche ruht. Wobei der Leichnam des Musikers einige Jahre benötigte, ehe er wirklich Ruhe fand. Josehp Haydn verstarb 1809 in Wien (das Museum in Haydns letztem Haus in Wien habe ich besucht, siehe den Artikel Vom Rathaus zu Joseph Haydn). Acht Jahre später wurde er exhumiert und nach Eisenstadt in die Bergkirche übergeführt, wo die Gebeine im 1932 fertig gestellten Mausoleum unter dem Nordturm gebettet wurden. Der Schädel folgte erst 1954, er wurde erst dann aus dem Besitz der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien übergeben.

Kreuzweg und Haydn-Mausoleum waren leider nicht zugänglich, die untere Kalvarienbergkapelle und die Wallfahrerkirche konnte ich aber besuchen.


Vorne der Kalvarienberg (gelb), dahinter die Bergkirche (grau)Vorne der Kalvarienberg (gelb), dahinter die Bergkirche (grau)Vorne der Kalvarienberg (gelb), dahinter die Bergkirche (grau)Vorne der Kalvarienberg (gelb), dahinter die Bergkirche (grau)
KalvarienbergkapelleKalvarienbergkapelleKalvarienbergkapelle
KalvarienbergkapelleBergkirche (Haydnkirche)Bergkirche (Haydnkirche) Innenraum
Bergkirche (Haydnkirche) InnenraumBergkirche (Haydnkirche) Innenraum Bergkirche (Haydnkirche) Innenraum
Bergkirche (Haydnkirche) InnenraumBergkirche (Haydnkirche) InnenraumBergkirche (Haydnkirche) Innenraum



Haydnhaus und Hauptplatz

Am hübschen Hauptplatz sticht das Rathaus aus dem 17. Jahrhundert hervor, das im oberen Bereich mit Motiven der Tugenden und aus dem Alten Testament geschmückt ist.

Parallel zum Hauptplatz am Hang entlang bis zum Schloss zieht sich die Haydngasse. Eines der Haydn-Haus_EisenstadtHäuser bewohnte Joseph Haydn von 1766 bis 1778. Die fünf Räume im Obergeschoss reichten für ihn und seine Familie, das Erdgeschoss vermietete er. Heute befindet sich im Haydn-Haus ein Museum, das aber in den Wintermonaten geschlossen ist. Zu Haydns Zeit hieß die malerische Gasse noch Klostergasse, benannt nach dem Franziskanerkloster St. Michael.


Haydn-Haus in der Haydngasse in EisenstadtHaydn-Haus in der Haydngasse in EisenstadtFranziskanerkirche in der Haydngasse in Eisenstadt


Unterwegs in EisenstadtUnterwegs in EisenstadtUnterwegs in Eisenstadt
Unterwegs in EisenstadtUnterwegs in EisenstadtUnterwegs in Eisenstadt


Rathaus am Hauptplatz von EisenstadtRathaus am Hauptplatz von EisenstadtRathaus am Hauptplatz von Eisenstadt
Rathaus am Hauptplatz von EisenstadtDer Hauptplatz von EisenstadtDer Hauptplatz von Eisenstadt


Konnte ich meine revidierte zu Meinung zu Eisenstadt glaubhaft vermitteln, dass es sich wirklich um eine sehenswerte kleine Stadt handelt? An den gelungenen schönen Tag lässt sich anknüpfen,

  • ich habe bei der Rast im originell-hübschen Kaffeehaus keine Eszterházy-Torte probiert
  • es gibt noch weitere Besitzungen der Fürsten Eszterházy zu besuchen, z.B. Forchtenstein
  • ich war schon lange nicht mehr in Ungarn

Bis dann also!