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Frain - Von der Burg zum Barockschloss


Nach der Fahrt in Znaim angekommen blieb einmal Zeit für ein Frühstück am sonnenerleuchtet Hauptplatz, der Tag soll ja gut beginnen. Bereits in meinem Bericht über Znaim ist beschrieben, dass sich die Thaya dort tief eingegraben hat und so für die malerische Lage mitverantwortlich ist.

Folgt man der Thaya ungefähr 20 km flussaufwärts so gelangt man zur kleinen Ortschaft Vranov nad Dyjí, bis zur Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung hauptsächlich als Frain bekannt. Der Ort liegt an einer Schleife der Thaya. Auch dort hat sich das Flüsschen tief eingegraben, Vranov liegt somit etwas tiefer als das flache Hügelland ringsum. Über dem Ort, oben an den Felsen über der Thaya befindet sich das Schloss, das den Ort bekannt macht. (Webseite des Schlosses)

Doch eile ich nicht direkt zum Schloss hoch, später am Tag wird die Sonne direkt hinter demSchloss strahlen, sondern ersteige zuerst den Hügel über der Ortschaft um ein paar Bilder ohne störendes Gegenlicht aufzunehmen und einen Überblick über die schöne Lage zu gewinnen.


Vranov, hoch über dem Ort und der Thaya thront das SchlossVranov, hoch über der Thaya thront das SchlossSchloss Frain
Frain, bekannt wegen des hoch über dem Ort und der Thaya thronenden Schlosses


Der heute gerade einmal gut 800 Einwohner zählende Ort hat einen lange Geschichte. Dank des Tourismus gibt es auch ausreichend Restaurants, um einen angenehmen Tag dort verbringen zu können.


Der Hauptplatz, darüber das imposante SchlossBlick vom Hauptplatz zur Kirche von FrainDer Hauptplatz, darüber das imposante SchlossDer Hauptplatz, darüber das imposante Schloss
Der Hauptplatz mit der Mariensäule und die DorfkircheDer Hauptplatz mit der Pest- (Marien-)säule, darüber das imposante SchlossDer Hauptplatz, darüber das imposante Schloss
Der Hauptplatz, darüber das imposante Schloss
Über dem Hauptplatz von Vranov thront das Schloss


Schließlich wanderte ich den Weg durch den dichten Laubwald folgend doch zum Schloss hoch. Oder soll ich besser sagen zur Burg? Seit dem 12. Jhdt. ist die Burg belegt, damals sicherte sie die Grenze des unabhängigen mährischen Reiches gegen Österreich. Auch stellt sich einem, wenn man den Weg über die Brücken zu den Gebäuden hin überschreite, eine wehrhafte Burg entgegen. Selbst die schwedischen Truppen scheiterten, als sie im Zuge des Dreißigjährigen Krieges die Festung einzunehmen versuchten. Ihr Plan, die Thaya umzuleiten, und so der Burgbesatzung die Wasserversorgung zu nehmen, misslang und die Festung blieb unbeschädigt.


Zugang zur Burg von Westen, von den Bauten der Barockzeit ist nur die Schlosskapelle (1700) sichtbarZugang zur Burg von Westen, von den Bauten der Barockzeit ist nur die Schlosskapelle (1700) sichtbarZugang zur Burg von Westen, von den Bauten der Barockzeit ist nur die Schlosskapelle (1700) sichtbar
Zugang zur BurgDer erste Hof von Schloss Frain, der mittelalterliche BurghofDer erste Hof von Schloss Frain, der mittelalterliche BurghofDer erste Hof von Schloss Frain, der mittelalterliche Burghof
Der einzige Zugang von Westen, man tritt einer mittelalterlichen Burg entgegen.


Der erste Hof, er wurde später als Wirtschaftshof verwendet, ist umgeben von den Gebäuden der mittelalterlichen Burg.


Der erste Hof von Schloss Frain, der mittelalterliche Burghof
Der erste Hof von Schloss Frain, der mittelalterliche Burghof
Der erste Hof von Schloss Frain, der mittelalterliche Burghof.


Große Änderungen erfuhr die Festung ab 1680, als sie in den Besitz der Adelsfamilie Althann gelangte. Reichsgraf Michael Johann von Althann beauftragte den Wiener Hofarchitekten Johann Bernhard Fischer von Erlach (ja, schon wieder der von Schloss Schönbrunn), eine zeitgemäße barocke Schlossanlage zu planen.
Begonnen wurde mit einem Ahnensaal, der ovale, mit einer Kuppel überwölbte Bau hoch über den Felsen, gibt der Anlage sein östliches Gesicht. In den Nischen stehen Statuen verdienter Familienmitglieder. Der bekannte Barockmaler Johann Michael Rottmayr schuf die Fresken in diesem eindrucksvollen Prunksaal.
Maria Anna Pignatelli (Schwiegertochter Atlhanns), die gute Kontakte zu Kaiser Karl VI. unterhielt, ließ ab 1722 das dreiflügeligen Schlossgebäude nach einem Entwurf von Anton Erhard Martinelli errichten. Der repräsentative Eingang wird von drohenden Statuen bewacht, ein Brunnen ziert den Hof, von einem Balkon hat man einen sehr schönen Blickauf die tief unten im Thayatal gelegenen Ortschaft.
Auf einem Felsvorsprung an der Zugangsseite wurde um 1700 die der Hl. Dreifaltigkeit geweihte Schlosskapelle errichtet, mehrere Kapellen und Nebenräume finden sich über dem ovalen Hauptraum, der durch ein Frekso geschmückt wird. Die Familiengruft dieses Zweigs der Althann befindet sich unter der Schlosskapelle.

Später (Anfang 19. Jhdt.) gelangte die Herrschaft Frain sammt dem Schloss in den besitz der polnischstämmigen Familie Mniszek. Diese adaptierten Räume des Schlosses für ihre persönlichen Wohnbedürfnisse. In diese Zeit fällt auch die Hochblüte der im Ort ansässigen Keramikmanufaktur, die sich auf Keramik bzw. Steingut nach dem Vorbild der englischen Wedgwoodware spezialisierte.


Durchgang vom ersten Hof in den (barocken) zweiten HofDer Hof im Zentrum des barocken Schlosses, die Kuppel bedeckt den AhnensaalDer Hof im Zentrum des barocken Schlosses, die Kuppel bedeckt den Ahnensaal
Barocke Pracht hoch über der ThayaEindeutig aus der Barockzeit, die Treppe ins Schloss
Panorama der dreiflügeligen Schlossanlage
Der zweite Hof im Zentrum der dreiflügeligen barocken Schlossanlage


Aussichtsbalkon über Thaya und VranovFrain liegt in einer Schleife der ThayaDas Ortszentrum von Vranov nad Dyjí
Panoramablick, burg, barocke Schlosskapelle, unten Thaya und Frain und das Barockschloss
Ausblick vom Balkon zur Schleife der Thaya, die den Ort Vranov nad Dyjí umfängt


Hof des barocken Schlosses FrainHof des barocken Schlosses FrainBurgreste und daran angebaut die Schlosskapelle
Im Hof des barocken Schlosses Frain


Natürlich will ich mir auch die Gelegenheit, die von den adeligen Besitzern prunkvoll ausgestatteten Zimmer des Schlosses zu besichtigen, nicht entgehen lassen. Der tschechischsprachigen Führung kann ich sowieso nicht folgen (ein informatives deutschsprachiges Heft wurde mir schon an der Kassa ausgehändigt, bin also nicht planlos), so bereite ich wieder einmal dem Guide Sorgen, indem ich einen Saal hinter der Gruppe nachhinke, so ist mir beim fotografieren wenigstens niemand in der Quere. So schön und interessant die Raumausstattung, Möblierung und Gestaltung der historischen Gemächer auch ist, irgendwann muss ein ständiger Bewohner wohl in depressive Stimmung verfallen. Draussen wärmt ein Frühsommertag, drinnen im kühlen Halbdunkel verliert man jeden Bezug dazu.

(Beschreibungen finden sich unter den vergrößerten Bildansichten)


Der von Johann Bernhard Fischer von Erlach für Reichsgraf Michael Johann von Althann 1680 entworfenen AhnensaalDie Fresken des Ahnensaals stammen von Johann Michael RottmayrStatuen von Mitgliedern der Adelsfamilie Althann sind im Ahnensaal in Nischen aufgestellt
Die Fresken des Ahnensaals schuf Johann Michael RottmayrBeiderseits des Ahnensaals bieten Triumphbögen den Zugang zu Terassen mit Ausblick in die grüne Umgebung des ThayatalsBeiderseits des Ahnensaals bieten Triumphbögen den Zugang zu Terassen mit Ausblick in die grüne Umgebung des Thayatals
Der Große Speisesaal mit erlesenem Porzellan im OstflügelDer Große Speisesaal mit erlesenem PorzellanNach dem Essen sammelte man sich im Gesellschaftssalon zu Spiel oder Musik
Nach dem Essen sammelte man sich im Gesellschaftssalon zu Spiel oder MusikDer Blaue Salon mit Möbeln im Stil des Empire und Aphrodite am KachelofenDie Damen der Familie Mniszek trafen sich im Stickereizimmer und beschäftigten sich mit Textilarbeiten
Um 1780 wurde dieser Baderaum angelegt, befüllt wurde das Becken mit warmen Wasser von der Dienerschaft vom Gang ausNach dem Bade geruhte die Herrschaft im Respirium zu ruhenZum Ruhen passen auch die Reliefs mit Szenen aus der antiken Mythologie
Im Pompejanischen Salon findet sich auch eine Sammlung von Porzellan der 1830er-Jahre, die in der Frainer Manufaktur des Schlossbesitzers hergestellt wurdeIm Pompejanischen Salon findet sich auch eine Sammlung von Porzellan der 1830er-Jahre, die in der Frainer Manufaktur des Schlossbesitzers hergestellt wurdedie Entdeckung von Pompeji und Herculaneum verschaffte der Begeisterung für die Antike im frühen 19. Jhdt. zusätzlichen Aufschwung, so gehörte ein Pompejanischen Salon einfach zum guten TonAllerlei Anspielungen an die Alchemie schmücken den Herrensalon, ebenso eine Mode des 19. Jhdts.
Das Arbeitszimmer des Besitzers von Schloss und Keramikmanufaktur Frain, Stanislaw Mniszek. Gemälde zeigen seine Frau Helena und seinen Vater.Das Arbeitszimmer des Besitzers von Schloss und Keramikmanufaktur Frain, Stanislaw Mniszek. Gemälde zeigen seine Frau Helena und seinen Vater.Das Arbeitszimmer des Besitzers von Schloss und Keramikmanufaktur Frain, Stanislaw Mniszek. Gemälde zeigen seine Frau Helena und seinen Vater.Über vier Räume erstreckt sich die viele tausende Bände umfassende Schlossbibliothek deutscher, französischer und polnischer Literatur ab dem 17. Jhdt. Bedeutsam sind die hier verwahrten Pläne der Schlossumbauten.
Über vier Räume erstreckt sich die viele tausende Bände umfassende Schlossbibliothek deutscher, französischer und polnischer Literatur ab dem 17. Jhdt. Bedeutsam sind die hier verwahrten Pläne der Schlossumbauten.Über vier Räume erstreckt sich die viele tausende Bände umfassende Schlossbibliothek deutscher, französischer und polnischer Literatur ab dem 17. Jhdt. Bedeutsam sind die hier verwahrten Pläne der Schlossumbauten.


Die Schlosskapelle ist erst ab Mai im Rahmen von führungen zugänglich, deshalb nur ein Blick durchs Gittertor beim eingang.


Frain und die Kapelle des SchlossesFrain und die Kapelle des SchlossesSchlosskapelleDeckenfresko der Schlosskapelle FrainAltar der Schlosskapelle, in der sich auch die Gruft der Althanner befindet
Barocke Schlosskapelle (Anfang 18. Jhdt.)


Wieder unten im Tal blicke ich zurück auf die Schlossanlage hoch über Thaya. Die Besitzer mussten nicht im 19. Jhdt. eine neogotische Festung errichten, hatten ihre Vorgänger doch stilsicher das Barockschloss in die bestehende Burg integriert. Der kleine Ort am Fluss und darüber das Schloss, ein Anblick, der mich zum Staunen bringt.


Das imposante Schloss hoch über der ThayaDas imposante Schloss hoch über der ThayaDas imposante Schloss hoch über der Thaya
Das imposante Schloss Frain hoch über der Thaya
Der Ort Vranov nad Dyjí (Frain an der Thaya)), darüber das imposante Schloss


Angesichts der Hitze des Tages haben in Wien die ersten Bäder geöffnet. Auch Vranov nad Dyjí ist in den Sommermonaten ein beliebter Ort für jene, die das kühle Nass lieben. Etwas oberhalb des Orts wurde ab 1930 eine große Talsperre errichtet, die die Thaya weit zurückstaut. Der Ort Vöttau (tsch. Bítov) versank in den Tiefen des Stausees, alte Fotos zeigen den zuletzt untergegangenen Kirchturm. Seither ist das Schloss Vöttau (Burg Bítov) auch mit dem Ausflugssschiff (Link) erreichbar. Wem weniger nach kulturellen Besichtigungen verlangt, der kann auch nur die Bade- und Campingplätze am See nutzen.


Zu einem Bad im Stausee oder auch nur zu einer Bootsfahrt hat die Zeit heute nicht gereicht, doch auch der Schlossbesuch in Frain hat einen schönen Tag bereitet. Aber, wer weiß?



Flug über Schloss Vranov